Gesprächsgruppen für Angehörige von Süchtigen

Göttinger Suchtmedizin bietet Hilfe beim Weg raus aus der Co-Abhängigkeit

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Leere Alkoholflaschen: Die Göttinger Suchtmedizin an der psychiatrischen Klinik der UMG bietet Angehörigen von Suchtkranken spezielle Beratungen.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bietet geleitete Gesprächsgruppen für Angehörige von Menschen mit Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit an. 

Die Sucht ist nicht nur für den Süchtigen selbst ein Problem, auch für Angehörige ist das Zusammenleben mit den Erkrankten oft außerordentlich belastend und schwierig. 

Am Mittwoch, 6. März, startet die Beratung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG. Es gibt sechs Gruppentermine im wöchentlichen Rhythmus (nicht in den Ferien) jeweils mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr statt. Die Teilnahme an ist kostenfrei. Die Treffen finden im Gruppenraum der Sucht-Tagesklinik in der Von-Siebold-Straße 3 statt.

Generell richtet sich die Hilfe auch an Angehörige von Menschen, die beispielsweise übermäßig viel Zeit am Computer verbringen. Speziell für diese sogenannten „nicht-stoffgebundenen Süchte“ plant die Suchtmedizin für den Herbst weitere geleitete Gesprächsgruppen für Angehörige.

Die Suchtmedizin der UMG will mit der Beratung helfen, den Schritt aus der sogenannten Co-Abhängigkeit zu vollziehen. Partner, Kinder, Freunde aber auch Arbeitskollegen, die sich um den Suchtkranken sorgen, mitleiden oder mitfühlen, können darüber selbst erkranken.

„Schon der Austausch mit anderen Angehörigen bringt oftmals Erleichterung“, sagt Astrid Reichardt, Diplom-Sozialarbeiterin und systemische Familienberaterin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. „Darüber hinaus bietet die Gruppe konkrete Hilfestellungen und Tipps für alltägliche Situationen. Wir diskutieren auch konkrete Fragen, zum Beispiel: Wie spreche ich über die Suchterkrankung mit meinen Kindern, Freunden und anderen Familienmitgliedern?“.

Eine Anmeldung für die Gruppe ist noch bis 1. März 2019 möglich. Anmeldungen für Folgegruppen sowie für die geplante Gruppe im Herbst 2019 für Angehörige von exzessiven Computer- und Mediennutzern und Glücksspielern werden jederzeit angenommen.

Interessierte Angehörige können sich jederzeit anmelden: Suchtmedizin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG, Astrid Reichardt, Telefon: 0551 / 39-66610 oder 39-66611, E-Mail: astrid.reichardt@med.uni-goettingen.de 

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