Kooperation von Uni, DLR und GWDG

Göttinger Super-Computer berechnen Flugzeuge

+
Berechnungen auf Hochleistungs-Computern: Sie sind für die Entwicklung moderner Flugzeuge wie dem Airbus A380, der auf dieser Grafik zu sehen ist, zwingend erforderlich.

Göttingen. Für die Entwicklung von neuen, effizienten Flugzeugen kommen Höchstleistungsrechner zum Einsatz. Göttingen soll in den nächsten Jahren zum wichtigen Standort für diese Supercomputer werden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Universität Göttingen und die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (GWDG) wollen beim Einsatz und Betrieb von Supercomputern noch enger zusammenarbeiten. Dazu unterzeichneten die Partner eine Absichtserklärung. Ziel der Vereinbarung ist eine Verzahnung in der rechen- und datenintensiven Forschung. 

Der Einsatz von Hochleistungsrechnern gilt als Schlüsseltechnologie für wissenschaftlichen und technischen Fortschritt. Dazu gehört der Zugang zu großen Rechnerkapazitäten, aber auch die Entwicklung von entsprechender Software. Uni und DLR wollen neben dem gemeinsamen Betrieb von Hochleistungsrechnern auch deren Anwendung und Methodenforschung vorantreiben.

Das DLR beabsichtigt, in den kommenden Jahren wesentliche Anteile seiner künftigen Investitionen in Rechnersysteme am Standort Göttingen zu bündeln. Es benötigt Hoch- und Höchstleistungsrechner auch für die Entwicklung von neuen Flugzeugen, die sicher, wirtschaftlich, umweltfreundlich und leise sein sollen. Neben Windkanaltests und Flugversuchen wird dabei in Zeiten der Digitalisierung die exakte Simulation des Fluggeräts und der Flugbedingungen immer wichtiger.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: (von links) Dr.-Ing. Dieter Schwamborn, Prof. Dr. Joachim Block und Prof. Dr. Andreas Dillmann (alle DLR), Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Prof. Dr. Ramin Yahyapour (GWDG) sowie Uni-Vizepräsident Prof. Dr. Norbert Lossau.

Die Uni Göttingen verfolgt als Teil ihrer Standortstrategie einen Ausbau der Informatik, der Datenwissenschaften und des Höchstleistungsrechnens. Dazu gehört, dass Göttingen bald Standort für den Norddeutschen Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) wird und mit dem Zuse-Institut Berlin ein großes Supercomputersystem für Wissenschaft und Forschung in sieben norddeutschen Bundesländern betreibt.

Zudem baut die Uni am Nord-Campus ein neues Rechenzentrum, das 2020 seinen Betrieb aufnehmen soll. Dafür wurde Ende Mai der Grundstein gelegt (wir berichteten). Federführend ist die Uni-IT-Einrichtung und das Rechenzentrum Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG)

„Die Zusammenarbeit mit dem DLR ist eine ideale Ergänzung unserer Strategie im Hinblick auf die rechen- und datenintensive Forschung“, sagt Prof. Dr. Norbert Lossau, Uni-Vizepräsident für Infrastrukturen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.