Göttinger Symphonie-Orchester: Musikchef Mueller macht 2018 Schluss

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Hört im Sommer 2018 auf: Der Gerneralmusikdirektor des Göttinger Symphonie Orchesters Christoph-Mathias Mueller.

Göttingen. Das Göttinger-Symphonie-Orchester (GSO) muss sich einen neuen Generalmusikdirektor und Dirigenten suchen: Christoph-Mathias Mueller wird seinen, nach der übernächsten Spielzeit im Sommer 2018 auslaufenden, Vertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängern.

Das gab Mueller während der Programm-Vorstellung am Montag in Göttingen bekannt. „Die Entscheidung ist mir schwer gefallen“, sagte Mueller gegenüber unserer Zeitung. Auch, weil sich das GSO in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt habe und die Stadt Göttingen ein sehr angenehmes Lebensumfeld böte.

Der 49-jährige Schweizer Christoph-Mathias Mueller ist seit elf Jahren Chefdirigent des Klangkörpers und möchte nun „neue Herausforderungen annehmen. Es ist ein guter Zeitpunkt – für mich und das Orchester“, sagte Mueller, der betonte, dass man zusammen viel erreicht habe. Die Kooperation mit den Musikern und dem gesamten Team sei herausragend gewesen und ist es noch.

Zudem entwickelte sich die Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen in der Stadt wie dem Deutschen Theater und den Internationalen Händel-Festspielen hervorragend. Für die nächste Spielzeiten wird es zum ersten Mal ein gemeinsames Abonnement für Theater, GSO und Händel-Festspiele geben. Und: Das GSO wird im Mai 2017 die Haydn-Oper Orpheo während der Händel-Festspiele in der Lokhalle spielen.

Allerdings merkte Christoph-Mathias Mueller auch kritisch an, dass die Rahmenbedingungen, vor allem finanzieller Art, für ein so großes Orchester mit hohen Ansprüchen doch knapp bemessen sei. „Das ist anderorts ebenso, aber manchmal auch besser.“

Die Zukunft des GSO sei letztlich abhängig von der Qualität und die wiederum von den finanziellen Möglichkeiten.

Die Spielzeit 2016/17 werde auch schon dazu genutzt, mögliche Nachfolger zu sichten – einige Gastdirigenten kämen dabei durchaus in Frage, sagte Christoph-Mathias Mueller.

Bei den Freunden und Förderern des GSO wurden die Nachricht am Montag im Restaurant Planea zum Teil mit Betroffenheit aufgenommen: Einige GSO-Freunde nutzten die Gelegenheit, um Mueller ihr Bedauern zu äußern. „Sie haben einen großen Wert für die Stadt“, sagte ein Unterstützer.

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