Musik aus Herr der Ringe

Nacht der Filmmusik: Göttinger Symphonie Orchester spielte in Sportarena

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Feierte Premiere in der ausverkauften Sparkassen-Arena: Das Göttinger Symphonie Orchester (GSO). 

Göttingen. Mit einer „Nacht der Filmmusik" hat das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) am Samstagabend eine Premiere in der ausverkauften Sparkassen-Arena gefeiert.

Normalerweise werden hier Körbe geworfen, an diesem Wochenende geht es darum, vor allem die Stimmung gut zu treffen.

Als Experiment beschrieb eine Mit-Organisatorin die Filmnacht am ungewohnten Spielort. Weil die Stadthalle während einer Renovierung als Spielort nicht zur Verfügung stehe, wolle das Orchester vorab geeignete Ersatz- Spielorte erkunden. Schon die lange Schlange vor Beginn des Konzerts sprach dafür, dass Musikfreunde die Wahl akzeptierten. 1500 Menschen füllten die Ränge. Mit der Entscheidung für Filmmusik und vielleicht gerade den neuen Spielort hat das GSO ein jüngeres Publikum als gewöhnlich angesprochen.

Das Orchester bewies: Stimmt die Akustik, passt es. So bewährte sich die S-Arena, die ihren Schwerpunkt eigentlich auf sportliche Veranstaltungen gelegt hat. Gastdirigent John Weaver aus den USA, der den Göttingern von „Pop meets Classic“ bekannt ist, führte die Musiker elegant; er brachte die richtige Spannung in die Filmmusik für den Geheimagenten Bond, mit Sensibilität näherte er sich einer Suite für „Forrest Gump“ über einen Benachteiligten. Immer fand Weaver die passende Herangehensweise, er bewegte sich, fast als male er Bilder vom Prinz der Gerechten, Robin Hood, oder für den Science-Fiction-Film „Star Trek“.

Moderator Juri Tetzlaff trug dazu bei, dass das Konzert zu einem gelungenen Erlebnisabend wurde. Der Gründungsmoderator des Kinderkanals KIKA, der 2014 mit dem „Echo für Kinder“ ausgezeichnet wurde, ist vielen Göttingern nicht nur aus dem Fernsehen bekannt: Er moderierte Familienkonzerte bei den Internationalen Händel-Festspielen. Tetzlaff bereicherte das Konzert mit Episoden aus der Geschichte der Werke und ließ Filmszenen vor den Augen der Zuhörer ablaufen.

Musik aus „Herr der Ringe“

Durch punktgenaue Einsätze trat er in Zwiesprache mit dem Orchester und machte die Musik für Laien verstehbar. Am Beispiel einer symphonischen Suite aus „Herr der Ringe“ beschrieb er die Bedeutung von Leitmotiven. Packend erzählte er, wie James Horner den Regisseur James Cameron vom bekannten Titelsong „My heart will go on“ in der Performance von Celine Dion überzeugte. Für den Soundtrack erhielt Horner einen Oscar.

Dass der Abend ankam, zeigte der Applaus, den das Orchester mit einer Zugabe belohnte. „Wir wollen Sie doch nicht mit ,Moon River‘ nach Hause schicken“, präsentierte Tetzlaff den nächsten Bonbon: die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“. Nicht nur die Musiker verabschiedeten sich stehend. Dazu begeistertes Trampeln, Pfeifen, Rufen. 

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