Göttinger Symphonie Orchester: Willkommenskonzert für Benachteiligte

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„Willkommen in Göttingen“: Vor dem Konzert des Göttinger Symphonie Orchesters referierte Chefdirigent Christoph Mathias Mueller über die Bedeutung von Musik als gemeinsame Sprache.

Göttingen. Fast 500 Besucher waren am Freitag der Einladung des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) zu einem „Willkommenskonzert für Integration und Toleranz" in der Stadthalle gefolgt.

Im Konzertsaal saßen neben Menschen aus Flüchtlingsheimen auch Gäste aus den Göttinger Werkstätten, sowie weitere Personengruppen, für die Besuche von kulturellen Veranstaltung nicht selbstverständlich sind. Gespielt wurden Symphonien von Beethoven und Hayden sowie Oboenkonzerte vom ukrainischen Komponisten Valeri Kikta und von Andrej Eshpaj aus Russland.

„Wir haben Menschen mit Migrationshintergrund und Handicap sowie sozialer Benachteiligung eingeladen“, sagt Gabriele Rüdiger, GSO-Besucherbetreuerin. „Uns war es wichtig, dass sich diese Aufführung nicht von den regulären Konzerten unterscheidet.“ Von der Auswahl der Musikstücke, über den typischen Ablauf inklusive einer Pause bis hin zu den Eintrittskarten für die kostenlose Veranstaltung - die Besucher, von denen nach Rüdigers Schätzung etwa 70 Prozent „konzertunerfahren“ waren, wurde ein ganz typisches Konzerterlebnis geboten. Und das hat seinen Grund, sagte Karolin Loh, Verwaltungsdirektorin des GSO: „Beethoven kennen die meisten, aber nur wenige hören sich eine Symphonie live aufgeführt durch ein Orchester an. Viele können es sich finanziell nicht leisten oder haben Hemmungen, ein klassisches Konzert zu besuchen.“

Daher beschloss das GSO mit Unterstützung der Göttinger Stadtwerke, diesen Personengruppen entgegen zu kommen und auch ihnen das kulturelle Angebot in der Universitätsstadt näher zu bringen. Nach dem zweiten gelungenen Konzert dieser Art plant das Symphonie Orchester im kommenden Frühjahr eine weitere Willkommensveranstaltung.

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