Produktion in Tonstudio läuft

Göttinger Theaterstimmen sprechen Edgar-Wallace-Hörspiel ein

+
Göttinger Theaterstimmen für ein Edgar-Wallace-Hörspiel (von links): Jürgen Bittrich, Karsten Zinser und Jan Reinartz sprechen ihren Text ein, Tonmeister Daniel Barbosa (Geschäftsführer dluxe media) kontrolliert die Aufnahme. Foto:

Göttingen. Es ist ein Edgar-Wallace-Hörspiel mit regionalem Anstrich: Produzent Sven Schreivogel hat für das Stück „Edgar Wallace: Der Safe mit dem Rätselschloss“ ein Tonstudio in Göttingen gemietet und für die Aufnahmen drei Schauspieler aus der Uni-Stadt engagiert.

Karsten Zinser vom Jungen Theater übernimmt zum ersten Mal eine Sprecherrolle. „Ich freue mich immer, wenn so ein Angebot kommt und ich neue Leute kennenlernen kann“, sagt der Schauspieler. Den Kontakt zu Schreivogel, den Zinsers Stimme auf der Bühne begeistert hat, stellte Jan Reinartz her. Er ist ebenfalls am Jungen Theater engagiert und hat schon des Öfteren mit Schreivogel zusammengearbeitet. „Ich bin länger Sprecher als Schauspieler und finde es immer noch klasse, so eine Szene entstehen zu lassen“, sagt Reinartz.

Die beiden Mimen vom Jungen Theater geben bei dem Edgar-Wallace-Hörspiel zwei dunklen Gestalten ihre Stimme, die in einer „Wallace-typischen Erbschaftsgeschichte“ (Schreivogel), versuchen, an das Erbe ihres ehemaligen Chefs, Spielhöllenbesitzer Mr. Real, zu kommen.

Im Studio der Göttinger Firma „dluxe media“ laufen zeitgleich Aufnahmen zum Hörspiel „Gordon Black: Der Fall Hanako Kamara“ – mit dem gleichen Sprecher-Ensemble. Zu dem gehört auch Jürgen Bittrich vom Theater im OP. Für ihn, wie für die anderen Schauspieler auch, ist die Arbeit als Sprecher „eine zusätzliche Herausforderung. Es ist sehr spannend und ich möchte das gerne weitermachen.“

Aus Schreivogels Sicht sind Theaterschauspieler als Sprecher bei „klassisch-angehauchten“ Hörbuch-Produktionen unverzichtbar. Die Arbeit sei im Vergleich zu professionellen Synchronsprechern, „nicht besser oder schöner, aber anders“, sagt der Produzent. „Die Leute können sich gegenseitig anspielen. So wird das Ergebnis lebendiger.“

Schreivogel produziert seit 2003 Hörbücher und -spiele. Seine Firma „Medienproduktion Sven Schreivogel“ ist in Neu-Eichenberg bei Witzenhausen ansässig. „Seit einigen Jahren stelle ich auch ein Ensemble mit Stimmen aus der Region Göttingen/Kassel zusammen“, erzählt der Produzent. „Wir haben hervorragende Theater hier in der Region. Es ist schön, die Schauspieler von hier auch einsetzen zu können.“

Tanja Dohse und Marcus Off sprechen in Schreivogels aktuellen Produktionen die Hauptrollen.

Es sind aber auch überregional bekannte Sprecher zu hören. Die Hauptrollen in beiden Produktionen sprechen Marcus Off, das ist die deutsche Stimme von Johnny Depp in Fluch der Karibik, und Tanja Dohse. Sie verleiht Jennifer Morrison in „Dr. House“ eine deutsche Stimme.

Die Dialogbücher stammen wiederum von Autoren aus der Region: Lucia Lehmann aus Hessisch Lichtenau (Edgar Wallace) und Florian Hilleberg aus Göttingen (Gordon Black). Beide Hörspiele erscheinen unter der Labelmarke „Saphir Tonart“ Ende Mai (Edgar Wallace), respektive Ende Juni (Gordon Black).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.