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Göttinger Tumor-Experte Prof. Stefan Rieken hält Antrittsvorlesung

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Von: Thomas Kopietz

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Chef der UMG-Radioonkologie: Prof. Stefan Rieken.
Chef der UMG-Radioonkologie: Prof. Stefan Rieken. © UMG/nh

Ein Professor und Direktor einer Klinik präsentiert sich an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit einer öffentlichen Antrittsvorlesung,

Göttingen – Ganz neu ist Prof. Dr. Stefan Rieken zwar nicht mehr – er kam bereits im April 2020 aus Heidelberg nach Göttingen, nahm den Ruf der UMG für die Universitätsprofessur für Strahlentherapie und Radioonkologie an.

Offerten aus Graz (Österreich) und Bonn hatte er abgelehnt.

Der 1979 in Cloppenburg geborene Rieken leitet als Direktor die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie an der UMG in der Nachfolge von Prof. Clemens F. Hess.

„Strahlentherapie in Zeit und Raum – globale Effekte durch lokale Präzision“ lautet nun der Titel seiner öffentlichen Antrittsvorlesung, die am Freitag, 25. März, um 15 Uhr als Hybridveranstaltung ablaufen wird. Den Link zur Veranstaltung gibt´s unter: www.umg.eu/antrittsvorlesung-prof-rieken

In seinem Vortrag wird Prof. Rieken das große Spektrum der modernen Strahlentherapie vorstellen. Er erläutert dabei ihre Evolution von der röntgenbasierten Feldbe- strahlung hin zu komplexen Techniken der CT-, MRT- und PET-geplanten Hochprä-zisionsstrahlentherapie. Mit der technischen Neuausstattung der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie gelingt es, diagnostische Informationen in die Bestrahlungsplanung zu integrieren.

Bezüglich der Behandlung heißt das; es kann sogar die tagesaktuelle anatomische Tumorposition berücksichtigt werden. Wichtig auch: hohe Strahlendosen lassen sich unter maximaler Schonung gesunder Organe an den Ort des Tumorwachstums bringen.

In der Kombination mit neuen Tumormedikamenten können dabei auch Effekte jenseits der Strahlenvolumina hervorgerufen werden. Der Weiterentwicklung dieser personalisierten Tumortherapie mittels neuer Strahlentherapie-Methoden widmet sich Rieken als neuer Klinikdirektor mit seinem Team.

Rieken studierte Humanmedizin in Heidelberg, in den USA, in Wien und Bern. Nach seiner Facharztprüfung für Strahlentherapie 2013 war er in der Klinik für Strahlentherapie der Uni-Klinik Heidelberg zunächst als Oberarzt, seit 2016 als leitender Oberarzt und seit 2017 zusätzlich als Leiter der Sektion „Thorakale Radioonkologie“ tätig. 2015 habilitierte er sich dort. 2018 wurde ihm die Bezeichnung „außerplanmäßiger Professor“ verliehen. (Thomas Kopietz)

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