Mehr jüngere Covid-Patienten

Göttinger Uni-Klinik: Aktuell wenige Covid-Patienten - Schwerkranke oft ungeimpft

Station 0119 der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) - Intensivmedizinische Betreuung der Covid-Patienten.
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Die Station 0119 der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) - dort werden Covid-19-Patienten unter hohem personellen und technischen Aufwand intensivmedizinisch und pflegerisch betreut. (Archivfoto)

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen der Göttinger Klinik ist „aktuell niedrig“.

Göttingen – So der Vorstand Krankenversorgung, Prof. Dr. Lorenz Trümper, auf Anfrage unserer Zeitung. Aber die meisten der intensivmedizinisch Behandelten mit Covid-19, die auch beatmet werden müssen, sind „primär ungeimpft“.

Und diese Patienten sind meist jüngere Menschen, etwa die Hälfte sind unter 60 Jahre alt. „Die Gruppe der an Covid-19-Erkrankten im Alter von 30 bis 59 Jahre nimmt zu“, sagt Trümper, der betont: „Das macht deutlich: Impfen schützt gegen schlimme Krankheitsverläufe bei Covid 19.“

Am Freitag meldete die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) 12 stationär behandelte Covid-19-Patienten, vier lagen auf Intensivstation, drei von ihnen mussten beatmet werden, zwei an ECMO-Geräten, die die komplette Atmung außerhalb des Körpers übernehmen. Auf Normalstation lagen acht Covid-19-Erkrankte.

Zum Vergleich: Der Tiefststand bei der Covid-19-Patientenversorgung wurde am 4. August 2021 an der UMG registriert: mit fünf Patienten.

Höchststand war demgegenüber in der sogenannten dritten Welle am 24. April mit 43 Covid-19-Patienten. Im Verlauf der dritten Welle mussten auch deutlich mehr Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. So waren es an jenem 24. April insgesamt 26 Patienten auf Intensivstation.

In den vergangenen vier Wochen ist die Zahl der Covid-19-Patienten in der Göttinger Uni-Klinik leicht, aber stetig gestiegen, wie Trümper sagt. Bis Ende August lag die Patientenzahl niedrig im einstelligen Bereich, seit Ende August wurden an der UMG wieder mehr Covid-19-Patienten behandelt. „Seit gut einer Woche stabilisiert sich die Lage.“ Grund für die Entwicklung so Trümper, könnte das Ende der Ferienzeit sein. (Thomas Kopietz)

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