Aktueller Tipp

Göttinger Verbraucherzentrale warnt: Abzocke mit Routenplaner

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Die Verbraucherzentrale Göttingen an der Jüdenstraße: Hier gibt es Rat und Hilfe.

Göttingen. Neuer Anbieter, alte Masche: Pünktlich zur Reisezeit lockt die „Digital Development GmbH“ Verbraucher mit einem Online-Routenplaner in die Kostenfalle. Davor warnt die Verbraucherzentrale Göttingen.

Wer sich auf http://maps-routenplaner.pro eine Route berechnen oder an einem Gewinnspiel teilnehmen möchte, muss zunächst seine E-Mail- Adresse eingeben – und schließt so angeblich eine 24-monatige Mitgliedschaft für 500 Euro ab. Jetzt sollen erfundene Gerichtsurteile die Gültigkeit des Vertrags belegen und Nutzer unter Druck setzen. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, auf keinen Fall zu zahlen: Die Urteile gibt es nicht. Zahlungsaufforderungen sollten von Verbrauchern ignoriert werden.

Neue Internetseite

Unseriöse Anbieter versuchen immer wieder, Nutzern per Gewinnspiel oder Gutschein kostenpflichtige Verträge unterzuschieben. Besonders dreist geht nach Ansicht der Verbraucherschützer die „Digital Development GmbH“ aus Berlin vor: Wer auf der neuen Internetseite seine E-Mail-Adresse eingegeben hat, erhält nicht nur eine Zahlungsaufforderung, sondern wird mit angeblich rechtskräftigen Urteilen unter Druck gesetzt. So heißt es in einem Blogbeitrag, sowohl das Amtsgericht Mainz als auch das Oberlandesgericht Frankfurt habe „die Zahlungspflicht bestätigt“ und die „säumigen Kunden des Portals zur Zahlung des offenen Betrages sowie zur Übernahme der Anwalts- und Gerichtskosten verurteilt“. Die Rechnung der „Digital Development GmbH“ sei daher unbedingt zu begleichen, um nicht zur Zahlung verurteilt zu werden.

„Wir haben bei den Gerichten nachgefragt“, erklärt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale in Göttingen. „Beide haben uns bestätigt, dass es die genannten Aktenzeichen nicht gibt und auch keine Verfahren anhängig gewesen sind.“

Verbraucher sollten sich daher nicht einschüchtern lassen und auf gar keinen Fall zahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. „Auch wenn bei dieser Version des uns schon bekannten Routenplaners der Bestellbutton richtig beschriftet ist, einer Zahlungsaufforderung sollten Verbraucher gelassen entgegensehen“, sagt Körber. Sie stellt klar: „Es ist und bleibt Abzocke und eine Abofalle.“

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