Kulturszene bedroht

Göttinger Verein Kunst fordert mehr staatliche Hilfen für Künstler

Kunst-Gala 2020 Ankündigung
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Ein Bild von der Kunstgala 2019, die der Verein Kunst jährlich veranstaltet.

Göttingen – Der Göttinger Verein Kunst fordert seitens der Politik eine bessere Unterstützung der Göttinger Kulturszene während der Coronakrise. Die Lage der Soloselbstständigen und kleinen Einrichtungen sei besonders prekär.

 Das liege an fehlenden Bundesvorgaben zur Anerkennung anteiliger Lebenskosten als betriebliche oder erwerbsmäßige Kosten. Zudem würden Länder die Verwaltungsspielräume eher zum Nachteil der freischaffenden Künstler auslegen, kritisieren die Vereinsmitglieder.

Persönliche Lebensunterhaltungskosten seien in den meisten Bundesländern kategorisch ausgeschlossen, wobei es sich dabei im Wesentlichen auch um unternehmerische Kosten handele - insbesondere bei soloselbständigen und freiberuflichen Kulturschaffenden. Freiberufler würden so systematisch in die Grundsicherung gedrängt, obwohl die zur Verfügung stehenden Finanzmittel und die rechtlichen Vorgaben des Bundes für eine Absicherung der Soloselbstständigen ausreichen würden.

Die Vereinsmitglieder befürchten, dass die Hilfen mittelfristig dennoch nicht genügen werden. Daher sollten auch Göttinger ihre Kulturszene unterstützen. Künstlern und Einrichtungen sei sehr geholfen, wenn man auf die sofortige Rückerstattung von Eintrittsgeldern verzichte - oder für die bezahlten Eintrittsgelder Gutscheine annehme.

Auch mit Direktspenden könne man den Göttinger Kultureinrichtungen unter die Arme greifen. Zudem könnten Benefiz-Aktionen unterstützt werden - wie die fiktive Benefizgala des Jungen Theaters. Die Veranstalter verkaufen Karten für eine nicht-stattfindende Gala. Das Geld wird an freischaffende Künstler aus den Produktionen des Jungen Theaters gespendet.

Der Verein Kunst nimmt Spenden für Künstler entgegen unter dem Konto: IBAN DE62 2605 0001 0050 5892 17, Sparkasse Göttingen, Stichwort: Corona-Spende. 

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