Spenden für Hünstollen-Aussichtsturm

Göttinger Verschönerungsverein benötigt Geld für die Sanierung des Hünstollen-Turms

Ein Holzturm steht zwischen Bäumen
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Der Hünstollen-Turm im Göttinger Stadtwald: Er ist gesperrt. Für die Sanierung bittet der Verschönerungsverein um Spenden.

Der Hünstollen-Turm bleibt noch gesperrt. Grund dafür ist die Sanierung, die der Göttinger Verschönerungsverein vornehmen lässt. Doch die ist mit hohen Kosten verbunden.

Göttingen – Mehr als 100 Jahre hat der Hünstollen-Turm auf seiner Spitze. Der Aussichtsturm, der vom Waaker Ortsteil Bösinghausen im Göttinger Stadtwald nur auf Wegen erreichbar, aber schon lange ein Ziel von Wanderern, Radfahrern und Spaziergängen ist, muss dringend saniert werden.

Für den Göttinger Verschönerungsverein, der den Turm einst bauen ließ, ist das ein großes und finanziell schwierig zu stemmendes Projekt, das am Montag beginnt. Der Turm bleibt weiter für Besucher gesperrt, was er bislang wegen Pandemie und Baufälligkeit war.

Sanierung des Hünstollen-Turms: Verein will Turm erhalten

„Er wird saniert und nicht abgerissen“, betont Klaus Faber vom Verschönerungsverein. „Er ist im Gedächtnis der Südniedersachsen fest verankert“, ergänzt die Vorsitzende, Ingeborg Hesse. Deshalb will ihn der Verein erhalten.

Im April 2020 wurde eine Schreinerei für einen Kostenvoranschlag beauftragt: Demnach sollte die Reparatur rund 37 000 Euro kosten. Daraufhin hat der Verein Zuschüsse beim Leader-Projekt gestellt.

„Vor wenigen Wochen wurden uns 80 Prozent des Betrages zugesagt“, schildert Hesse, die auch berichtet, dass sich einige Gemeinden im Umkreis, die an einem Erhalt des Turms interessiert sind, mit einem Zuschuss beteiligen wollen.

Sanierung des Hünstollen-Turms: Kosten von 40 000 Euro

Aber die lange Bearbeitungszeit des Antrages von gut einem halben Jahr habe die Kosten, insbesondere für das Holz, steigen lassen. „Wir sind inzwischen bei einer Summe von mindestens 40 000 Euro angekommen, teilt Hesse mit.

Ein Betrag, der für den Verein mit seinen gut 100 Mitgliedern und einem Jahresbeitrag von 20 Euro ohne weitere fremde Hilfe nicht zu stemmen ist. „Wir brauchen Spenden“, sagt deshalb Klaus Faber und wünscht sich viele, die ein Herz für den Aussichtsturm auf dem Hünstollen haben.

Ziel des Verschönerungsvereins ist es, den Hünstollenturm noch in diesem Sommer wieder für die Bevölkerung zugänglich zu machen.

Sanierung des Hünstollen-Turms: Von der Schutzhütte zum Turm

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts dient der Berg der Erholung der Menschen. Deshalb errichtete der Göttinger Verschönerungsverein 1882 eine Schutzhütte auf dem Gipfel. 1883 wurde diese durch den Gastwirt Finke vom Struthkrug um ein weiteres Häuschen ergänzt, Sonntags gab es dort Ausschank.

Später übernahm der der Holzeroder Gastwirt Heinrich Degenhardt den Ausschank und beteiligte sich am Bau des Aussichtsturmes durch den Göttinger Verschönerungsverein. Degenhardt bezahlte das Fundament. Den Bau besorgte die Zimmerei Heinrich Kolle aus Holzerode, die auch 1924 und 1934 Renovierungen von Schutzhütte und Turm vornahm.

Weitere Renovierungen gab es 1950 und 1972, als noch einmal kräftig in den Turm investiert und dieser um sieben Meter erhöht wurde, um den Ausblick über die Baumwipfel zu erhalten.

Sanierung des Hünstollen-Turms: Spendenkonto

Spende: Konto bei der Sparkasse Göttingen IBAN DE44 2605 0001 0000 0509 89 / BIC NOLADE21GOE Kennwort: Hünstollenturm. Eine Spendenquittung kann Ihnen bei Bedarf selbstverständlich ausgestellt werden. Infos zur Sanierung und Spendenaktion: Ingeborg Hesse, Tel. 0551/79 92 61 7. (Thomas Kopietz)

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