Polizei zeigt verstärkte Präsenz

Sicherheit geht vor auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt

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Verstärkte Polizeipräsenz: Mehr Beamte als in den Vorjahren passen 2017 auf die Weihnachtsmarkt-Besucher in Göttingen auf.

Göttingen. Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin schockte 2016 die ganze Nation. Schon im Vorfeld der Eröffnung des Göttinger Weihnachtsmarktes am Montag hatte die Stadt Maßnahmen für eine erhöhte Sicherheit angekündigt. Die fielen bereits an den ersten beiden Tagen auf.

Polizei-Patrouillen mit Maschinenpistolen, Betonblöcke gegen unkontrolliert einfahrende Lastwagen und Verkehrsschleusen mit Stahlseilen und Sicherheitsdienst – das alles soll dem Schutz der Weihnachtsmarkt-Besucher dienen. Laut Christian Jansen von der Pressestelle der Polizei Göttingen werde der Weihnachtsmarkt von Beamten in diesem Jahr zudem auch „vermehrt begangen“, ob in zivil oder Uniform.

So dürfte das Sicherheitsempfinden der Besucher zunächst gewährleistet sein. Für manche befremdlich wirken die Patrouillen mit Maschinenpistolen. Ein Stimmungskiller? Vielleicht. Doch in Anbetracht der Vorfälle in Berlin 2016 wohl das geringere Übel. Zumal Jansen hier von einem „bundesweiten Phänomen“ spricht.

Für Bürger, die lieber einen Bogen um den Weihnachtsmarkt machen, könnten in erster Linie Einschränkungen im Straßenverkehr zu Unannehmlichkeiten führen. An fünf Straßen hat die Stadt Schleusen aufgebaut, durch die zwischen 11 und 22 Uhr (an Tagen, an denen der Weihnachtsmarkt geöffnet ist) nur Autos und Busse mit Durchfahrtsgenehmigungen kommen.

Radfahrer müssten an den Schleusen eigentlich absteigen und ihren Weg zu Fuß fortsetzen. Genau das klappte am Montagabend aber offenbar nicht reibungslos. Insbesondere im Bereich der Schleuse an der Zindelstraße soll es nach Einbruch der Dunkelheit zu gefährlichen Situationen für Radfahrer gekommen sein.

Schutz gegen unkontrollierten Lastwagenverkehr: Einer der Betonblöcke in der Zindelstraße.

Dazu erklärte der Pressesprecher der Stadt Göttingen, Detlef Johannson: „Auf den Blöcken, an denen die Stahlseile befestigt sind, sind jeweils zwei Baustellenlampen installiert, die bei Einbruch der Dunkelheit zu blinken beginnen. Ganz abgesehen von der notwendigen Aufmerksamkeit, die jeder Verkehrsteilnehmer aufbringen muss, werden vor den Schleusen zudem noch Zusatzbeschilderungen mit dem Hinweis „Radfahrer bitte absteigen“ angebracht.“ Die Seile selbst sind aber nicht beleuchtet.

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