Göttinger SPD will den Stadtbus zum "Kehr"

Beliebt bei den Göttingern: Der Biergarten am Kehr im Stadtwald. Er ist bis jetzt nur mit dem Auto oder zu Fuß erreichbar. Der Stadtbus fährt seit 2000 nicht mehr dorthin. Fotos: Gödecke

Göttingen. Die Göttinger sollen näher an ihr altes Ausflugs- und Naherholungsgebiet „Am Kehr“ hoch oben im Göttinger Wald rücken.

Das soll durch eine Stadtbuslinie geschehen, die die Innenstadt mit dem Freizeitareal direkt verbindet.

Das wünschen sich die Göttinger Sozialdemokraten im Stadtrat, die einen entsprechenden Antrag für die Ratssitzung am 19. August eingebracht haben.

Die Anbindung, so die SPD weiter, könnte beispielsweise als Sonderlinie am Wochenende erfolgen. Denkbar sei aber auch die Stellung eines Bürgerbusses durch die Göttinger Verkehrsbetriebe.

Wildgehege: Am Kehr kann man auch Wildschweine und Dammwild anschauen.

Der Stadtwald und insbesondere der Bereich „Am Kehr“ erfreuten sich Generationen übergreifend immer größerer Beliebtheit. Der „Kehr“ sei Ziel von Spaziergängen und Wanderungen und gleichzeitig auch Startpunkt für Ausflüge, heißt es in der Begründung des Antrages. Auch der dortige Kiosk mit angeschlossenem Biergarten erfreue sich insbesondere am Wochenende großer Beliebtheit. Zudem werde der Bereich von Freizeitsportlern wie Joggern und Läufer gern genutzt. Häufig werde der „Kehr“ deshalb auch mit dem Auto angefahren.

Eine Erreichbarkeit über eine Buslinie, die gegebenenfalls als Sonderlinie an Wochenenden eingesetzt werden könne, würde die Attraktivität des Gebiets weiter steigern, heißt es im Antrag weiter. Auch ältere Menschen hätten einen besseren Zugang.

Andere Naherholungsgebiete der Stadt wie der Kiessee seien über den Öffenlichen Personennahverkehr gut erschlossen, für den Stadtwald und den „Kehr“ gelte dies aber nicht, bedauern die Sozialdemokraten. Zwar führten Buslinien bis zur Grete-Henry-Straße. Von dort sei es aber noch ein Fußweg von mehr als einem Kilometer bis auf den Gipfel. Außerdem sei vielen nicht klar, dass von dort aus der „Kehr“ erreichbar ist.

Detlef Schatz von der Abteilung Verkehrsplanung der Göttinger Verkehrsbetriebe sagte auf HNA-Anfrage, dass man den Antrag der SPD wohlwollend prüfen werde. Er weist aber darauf hin, dass es eine solche Linie bis ins Jahr 2000 schon einmal gegeben habe. Sie sei damals mit der Einführung des neuen Liniennetzes eingestellt worden, weil die Nutzerzahlen stark rückläufig gewesen seien. Nächster Haltepunkt zum Kehr sei seitdem die Haltestelle Grete-Henry-Straße am Waldrand.

Auf dem Kehr ist neben dem Kiosk und dem angeschlossenen Biergarten auch ein 20 Hektar großes Wildgehege zu finden, in dem kostenlos Dammwild und Wildschweine angeschaut werden können. Betreut wird die Anlage vom Fachdienst Stadtwald der Stadt Göttingen. In unmittelbarer Nachbarschaft betreibt der Reitverein Hainholzhof seine Reitanlagen.

Etwas unterhalb des Kehrs ist zudem das Waldrestaurant „Jägerhaus“ gelegen, das ein beliebtes Ausflugrestaurant der Göttinger ist.

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