Zwei Zimmer stehen seit Anfang Februar leer

Göttinger Wohnrauminitiative: Weiter Protest gegen höhere Mieten

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Protest vor Anwaltsbüro: Die Mitglieder der Wohnrauminitiative wehren sich gegen steigende Mieten.

Göttingen. Erneut haben Mitglieder der Göttinger Wohnrauminitiative gegen steigende Mieten von Wohnheimen demonstriert – diesmal vor einem Anwaltsbüro an der Groner Straße.

Das Studentenwerk will insbesondere die Mieten für das Wohnheim an der Goßlerstraße 17/17a offenbar deutlich anheben. Die Initiative will nur eine langsame Anhebung akzeptieren beziehungsweise fordert Kollektiv-Mietverträge.

Zwei der Zimmer in dem Heim an Goßlerstraße stehen seit Anfang Februar leer. Dem Studentenwerk war offenbar angekündigt worden, dass die Bewohner diesen Wohnraum weitervermieten wollen. Das wäre aus Sicht der öffentlichen Einrichtung eine illegale Untervermietung. Deshalb hatte das Studentenwerk das Anwaltsbüro, vor dem demonstriert wurde, eingeschaltet und mit Konsequenzen gedroht.

„Oder – und diesen Eindruck sollen die Proteste vor der Anwaltskanzlei wohl erwecken – der Wohnraum wurde nicht illegal untervermietet – dann würden die Bewohner seit knapp 14 Tagen bewusst studentischen Wohnraum leer stehen lassen, was ein sehr unsolidarisches Verhalten gegenüber allen anderen wohnungssuchenden Studierenden darstellen würde“, heißt es vom Studentenwerk.

Mietvertrag

Ein Mietverhältnis in den Studentenwohnheimen gründet sich laut Studentenwerk darauf, dass die „Mietzahlungen pünktlich eingehen und ein von beiden Vertragspartnern unterzeichneter Mietvertrag“ vorliegt.

Laut Wohnrauminitiative sollen die Mieten beispielsweise in der Goßlerstraße kräftig steigen. So soll nach deren Angaben die Miete für ein 12-Quadratmeter-Zimmer von derzeit 130 auf künftig 180 Euro steigen. Hinzu kommen noch Stromkosten sowie ein Beitrag für die Nutzung eines Gemeinschaftsraum.

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