Schüler haben viel geerntet

Streuobstwiese des Felix-Klein-Gymnasiums: Goldener Saft hilft Projekt in Äthiopien

Prallvoller Kleinbus: Schüler, Eltern und Helfer fuhren die Ernte aus dem Schulgarten des Felix-Klein-Gymnasius in die Mosterei. Der Saft kann auf dem Adventsbasar gekauft werden. Foto: nh

Göttingen. Das Felix-Klein-Gymnasium hat etwas, das kaum eine Schule besitzt: eine eigene Streuobstwiese, die sich an den Schulhof anschließt. Die Obsternte im Schulgarten fiel in diesem Jahr besonders gut aus, wie Schulleiter Michael Brüggemann berichtet.

Und von den Produkten profitieren viele Schüler: In den Sommerferien konnten bereits Zwetschen geerntet werden, die jetzt von den Schülerinnen und Schülern zu Marmelade verkocht werden.

Auch die Apfelbäume brachten einen enormen Ertrag: „Zum ersten Mal seit Anlegen der Streuobstwiese trugen die Bäume so viel, dass die Äpfel belasteten Äste bis auf den Boden hingen“, schildert Brüggemann. Schüler der Wahlpflichtkurse Biologie (Klasse 7, 8 und 9), einige andere Klassen sowie eine Gruppe von fleißigen Helfern ernteten säckeweise Äpfel.

Die Apfelernte wurde in der Harster Natursaftkelterei dann zu 400 Liter regionalem und rein biologischem Apfelsaft gepresst. Der Apfelsaft wurde dort durch Erhitzen haltbar gemacht und kann in 5-Liter-Boxen auf dem Adventsbasar der Schule gekauft werden. Der Erlös kommt der Stiftung Guadengha der Schule zu, um die Partnerschule des Felix-Klein-Gymnasiums in Äthiopien zu unterstützen.

Als Umweltschule hat es sich das Felix-Klein-Gymnasium auf die Fahne geschrieben, der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung besonders nachzukommen. Die Projekte, die dieses Jahr im Schulgarten gestartet wurden, haben dazu Schwerpunkte gesetzt und bereits laufende Projekte wie die genannte Guadengha-Stiftung, die Schulgartenarbeit, Schafpflege und Erhalt der Biodiversität verknüpft.

Besonders freut sich Michael Brüggemann auch darüber, dass der Schulgarten auch eine Brücke zur Nachbarschaft ist. Aus den Häusern im Windausweg kommt eine Gruppe von Unterstützern: Bewohner arbeiten regelmäßig im FKG-Garten. Das ist ohne weiteres möglich, weil er nicht mit einem Zaun abgetrennt ist. Sie nutzen das Kleinod also zur Erholung, Betätigung und dem Zusammensein mit Schülern. „Das ist eine wunderbare Sache,“, sagte Schulleiter Michael Brüggemann, der übrigens auch im Windausweg wohnt, kürzlich bei einem Rundgang durch den Schulgarten. So profitierten die Schüler auch vom Fachwissen der erfahrenen „Gartenhasen“. (tko)

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