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Greenpeace fordert in Göttingen: Kein Biokraftstoff im Tank

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Von: Stefan Rampfel

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Greenpeace-Aktion in Göttingen: Die Aktivisten protestierten gegen Biokraftstoff im Tank.
Greenpeace-Aktion in Göttingen: Die Aktivisten protestierten gegen Biokraftstoff im Tank. © Stefan Rampfel

Greenpeace verlangt, auf die Beimischung von Biokraftstoffen in Benzin und Diesel zu verzichten - auch in Göttingen.

Göttingen – Die Göttinger Greenpeace-Gruppe demonstrierte für ein Ende der Beimischung von Biokraftstoffen zu Benzin und Diesel. Bundesweit fand der Aktionstag zeitgleich in 30 Städten statt.

„Aufgrund des Krieges in der Ukraine wird dieses Jahr ein wichtiger Teil der Getreideernte fehlen, weltweite Hungersnöte drohen“, sagt Theresa Tritsch von Greenpeace Göttingen. „Dennoch werden in Deutschland weiter Getreide und Ölsaaten zu Biokraftstoff verarbeitet.“ Anhand aufgestellter Mehlsäcke wurde gezeigt, welche Mengen an essbarem Getreide für den Biosprit-Verbrauch allein in Göttingen verwendet wird. So würden an Göttinger Tankstellen pro Stunde im Durchschnitt über 15 Säcke mit 25 Kilogramm Getreide getankt. „Daraus könnte man 6080 Brötchen pro Stunde herstellen“, so Tritsch.

Mit einem Ausstieg aus der Erzeugung von Biokraftstoffen könnte Deutschland angesichts der drohenden weltweiten Hungerkrise kurzfristig zusätzliches Getreide und Pflanzenöl zur Verfügung stellen. Der intensive Anbau von Energiepflanzen schade langfristig dem Klima und der Artenvielfalt. „Inzwischen ist klar, dass die Klimabilanz mit der massiven Ausdehnung der Anbauflächen deutlich negativ ausfällt“, so Greenpeace-Aktivistin Tritsch. Etwa die Hälfte der rund 1,15 Millionen Liter Ethanol, die in Deutschland 2021 als Kraftstoff dem Benzin beigemischt wurden, stammen aus inländischer Erzeugung, teilt Greenpeace mit.  ysr

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