Groner Straße: Bauarbeiten werden länger dauern - bis Sommer 2017

Die „Groner“ soll schöner werden: Der Umbau sollte Anfang 2016 starten und im November beendet sein. Jetzt spricht die Stadt von einem Ende im Sommer 2017. Das stört natürlich einige Anlieger und Geschäftsleute. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Umbau der Groner Straße in der Göttinger Innenstadt wird länger dauern als zunächst angenommen. Nach dem Baustart im März 2016 sollte Ende 2016 die Infrastruktur erneuert und die Einkaufsmeile attraktiver sein. Jetzt geht die Stadt intern von Mitte 2017 als Zeitpunkt für ein Bauende aus.

Das bestätigte die Stadtverwaltung auf HNA-Anfrage. In einer Bürgerversammlung und den Bauausschusssitzungen war von einem späteren Zeitpunkt nicht die Rede gewesen. Grund für die Verzögerung ist laut Stadt: „Der genaue Bauumfang konnte im Rahmen der Projektbearbeitung erst im Herbst 2015 detailliert festgestellt werden.“

Das heißt übersetzt: Es hakte im Projektmanagement, der Abstimmung aller Beteiligten. So müssen die Arbeiten an der Infrastruktur – wie Abwasserrohren – dem Straßenbau vorangestellt werden. Das ist eigentlich nichts Neues, bei Innenstadtprojekten.

Die Stadtwerke Göttingen wollen die Straße ans Fernwärmenetz anbinden, den Schmutzwasser-Hauptkanal auf 260 Meter neu bauen, den Regenwasser-Hauptkanal auf 25 Meter. Außerdem müssen 113 Grundstücksanschlüsse erneuert werden. Das ist ein zeitaufwändiges Unterfangen, wie die Arbeiten in der Weender Straße gezeigt haben. Dort stimmten zum Teil auch die Lagepläne nicht.

Auch muss in der Einkaufsstraße „Groner“ die Erreichbarkeit der Läden und Geschäfte stets gewährleistet sein.

Unter Berücksichtigung der Stadtwerke-Pläne und des gesamten Bauumfanges habe erst im Oktober ein erster Bauzeitenplan erarbeitet werden können, heißt es in der Stellungnahme der Stadt. Der sieht vor: Baustart im März 2016, Arbeiten bis Ende November 2016, dann Unterbrechung wegen Winterpause/Weihnachtsmarkt. Fortsetzung Anfang 2017. Bauzeit nach Wiederaufnahme der Arbeiten etwa sechseinhalb Monate bis Sommer 2017.

Stadt-Sprecher Detlef Johannson betont: „Das ist ein vorläufiger Plan.“ Er könne erst endgültig stehen, wenn die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten beendet ist. Im Februar 2016 wolle man dann in eine weitere Anliegerinformation gehen, kündigte Johannson an. „Vorher einen Bauzeitenplan zu kommunizieren, der mit der Baufirma noch gar nicht abgestimmt werden konnte, macht überhaupt keinen Sinn.“

Einige Händler in der Groner Straße reagieren mit Unverständnis über das Hin- und Her. „Sie wollen wissen, woran sie sind, das ist verständlich“, sagt Frederike Breyer, Geschäftsführerin der Händler-Gemeinschaft Pro City.

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