Erneut Maßnahmen-Protestler unterwegs

Großes Polizeiaufgebot bei Kundgebungen in Göttingen - 240 Gegendemonstranten

Demonstranten halten ein Banner in die Kamera „Keine Bühne für Aluhüte“
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Bereits vergangenen Montag (03.01.2022) traten den „Spaziergängern“ zahlreiche Gegendemonstranten entgegen. (Archivbild)

Erneut kam es am Montagabend (10.01.2022) zu einer Versammlung von Gegnern gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sowie einer Gegendemo vor dem Neuen Rathaus in Göttingen. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort.

Göttingen – Konsequentes und schnelles Einschreiten der Beamten verhinderte außerdem ein anschließendes Aufeinandertreffen beider Lager in der Innenstadt.

Zunächst versammelten sich vor dem Neuen Rathaus ab 18 Uhr rund 30 Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen zu einer Kundgebung. An einer Gegendemonstration beteiligten sich nach polizeilicher Schätzung ca 240 Menschen. Beide Versammlungen waren im Vorfeld nicht angemeldet worden, wie Polizeichsprecherin Jasmin Kaatz auf HNA-Nachfrage mitteilte.

Die versammelten Gruppen wurden auf dem Hiroshimaplatz von den Einsatzkräften räumlich getrennt. So blieb es bei verbalem Protest.

Gegen 19 Uhr machten sich dann erste Teilnehmer der Gegendemo auf den Weg in die Innenstadt. Auch Maßnahmen-Gegner verließen den Hiroshimaplatz.

Kurz danach trafen Kleingruppen beider Kundgebungen an verschiedenen Orten der Innenstadt wieder aufeinander. Wie die Polizei Göttingen mitteilt, konnten Einsatzkräfte am Kornmarkt sowie am Gänseliesel durch schnelles Einschreiten und konsequentes Trennen mutmaßlich weitergehende Auseinandersetzungen verhindern.

Großes Polizeiaufgebot bei Kundgebungen: Vorläufige Bilanz

Am Groner Tor in Höhe der Wallanlagen mussten die Beamten dafür „unmittelbaren Zwang in Form von einfacher körperlicher Gewalt (Wegschieben anwenden), heißt es im Bericht der Polizei. Die vorläufige Bilanz des Einsatzes: 36 durchgeführte Identitätsaufstellungen, 75 sogenannte Gefährderansprachen und 33 erteilte Platzverweise.

Außerdem wurden seitens der Polizeibeamten zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie ein weiteres Verfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein. (Melanie Zimmermann)

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