40 Einsatzkräfte vor Ort

Übung auf Klinik-Gelände in Göttingen: Einsatztraining für Strahlenunfälle

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Großübung auf dem Gelände der Universitätsmedizin Göttingen: Angenommen wurde ein Unfall mit radioaktivem Material.

Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus.

Aktualisiert am 15.2. um 18.50 Uhr - Was viele nicht wussten: Es handelte sich um eine geheim ausgearbeitete Übung. Angenommen wurde ein radioaktiver Unfall im Versorgungsgebäude Ost an der Zimmermannstraße. Mit Schutzanzügen mussten die Einsatzkräfte eine Person aus dem Gefahrenbereich retten. Diese wurde durch eine Puppe dargestellt.

Das konkrete Szenario: Ein Detektor hat an einem der Container Automatischen Warentransport Anlage (AWT) in der Trasse eine erhöhte Strahlung gemessen und Alarm in der Entsorgung ausgelöst. Ein Mitarbeiter der Entsorgung ist daraufhin in den Keller des Versorgungs-Gebäudes-Ost gegangen, um dort nach dem Container zu sehen. Dabei ist der Mitarbeiter gestürzt, hat sich am Bein verletzt und bleibt in der Nähe der Strahlenquelle liegen. Das Szenario war natürlich gestellt. Es löste eine nicht angekündigte Notfallübung der Göttinger Berufsfeuerwehren, der Freiwilligen Feuerwehren und der Werkfeuerwehr der UMG aus. Die Schwierigkeit der Lage bestand in den beengten Verhältnissen im Kellerbereich, zudem können die Arbeiten nur in Schutzanzügen erfolgen. 

Bereits nach wenigen Minuten war der "Verletzte" gefunden und gerettet. Im zweiten Schritt galt es noch, im Keller an der Trasse die Ursache für die erhöhte Strahlenbelastung in dem Container zu ermitteln und zu bergen. Dafür wurden drei weitere Trupps der Spezialeinsatzkräfte der Feuerwehr mit Schutzkleidung ausgerüstet. Um 11.23 Uhr arbeitete sich der Trupp mit seinen Messgeräten und in Spezialkleidung an den Unfallort heran. Dort wurde die Strahlenquelle in einen Bleibehälter aus dem stillgelegten Container geborgen.

Während der Übung war die Zufahrt auf das Klinikgelände am Versorgungsgebäude gesperrt. Auch der Sicherheitsdienst der Universitätsmedizin war im Einsatz. Vor Ort waren rund 40 Einsatzkräfte.

Bei der Nachbesprechung gab es eine positive Bilanz: „Die Übung ist zügig und ohne Hektik verlaufen. Alle haben gut abgestimmt miteinander gearbeitet. Die Alarmkette hat funktioniert, Information und Austausch zwischen der Einsatzleitung der Feuerwehren und dem UMG-Notfallmanagement verliefen ruhig und reibungslos“, sagte Matthias Wilke, Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort. Frank Gloth, Leiter der Feuerwache Klinikum, machte deutlich: „Die Übung war realitätsnah. Es ist nichts durchgesickert, die Information kam direkt erst am Samstagmorgen.“ ysr/bsc

Großübung in Göttingen: Alarm auf Klinikgelände

Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel
Alarm für eine Großübung am Samstag in den Vormittagsstunden: Um kurz nach 10 Uhr rückten die Berufsfeuerwehr, die Werkfeuerwehr der Universitätsmedizin (UMG) und der Gefahrstoffzug der Freiwilligen Feuerwehr Göttingen zum Universitätsklinikum aus. © Stefan Rampfel

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