Grünes Licht für Kunstquartier in der Düsteren Straße

Aushängeschild: Der Rat der Stadt Göttingen gab mit Mehrheit grünes Licht für das Kunstquartier Düstere Straße. Im Vordergrund Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Foto: Kopietz

Göttingen. Der Rat der Stadt Göttingen hat die Weichen für das neue Kunstquartier in der Düsteren Straße gestellt.

Das mit zunächst rund fünf Millionen Euro veranschlagte Projekt soll zu einem Aushängeschild Göttingens von nationaler, wenn nicht sogar internationaler Bedeutung für moderne Kunst werden, sagte Stadträtin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck.

Schlapeit-Beck verwies auf den 4,5 Millionen Euro umfassenden Zuschuss des Bundes zu diese Vorhaben. „Das ist eine außerordentliche Auszeichnung für den Bereich der Bildenden Kunst.“ Die Stadt müsse nur einen Eigenanteil von rund 500.000 Euro beisteuern. Allerdings müsse die Stadt noch in diesem Jahr mit dem Projekt beginnen, damit der 4,5-Millionen-Zuschuss des Bundes nicht verfällt.

Die Entscheidung fiel gegen die neun Stimmen der CDU/FDP-Ratsgruppe. Wilhelm Gerhardy (CDU) begründete die Ablehnung mit den nicht ausreichend recherchierten Folgekosten. Nach unterschiedlichen Angaben könnten sie zwischen 300.000 und 630.000 Euro betragen Gerhardy glaubt, das Projekt sei zu hoch angehängt. „Von uns gibt es ein klares Nein zu diesem Abenteuer.“

Horst Roth (SPD) nannte das Projekt eine Initialzündung für mögliche Folgeprojekte. „Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen.“ Auch aus städtebaulicher Sicht das Projekt wichtig, weil eine Baulücke geschlossen werden könne. Das Gesamtprojekt belaufe sich auf 9,3 Millionen Euro. (zhp)

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