John neuer Aufsichtsratsvorsitzender

GSO-Personalkarussell dreht sich weiter: Wiegelmann ersetzt Halfar - vorerst

Bleibt: Stadtwerke-Finanzchef Frank Wiegelmann Foto: privat/nh
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Frank Wiegelmann wird Interimsgeschäftsführer beim GSO

Göttingen – Es ist noch nicht lange her, als Sven Halfar im Herbst des vergangenen Jahres den Übergangsgeschäftsführer des Göttinger Symphonie Orchesters, Klaus Hoffmann, abgelöst hat. Nun ist der noch innerhalb der Probezeit bereits wieder Vergangenheit.

Das GSO muss nun wieder auf die Suche nach einem dauerhaften Geschäftsführer gehen. Zunächst springt ein alter Bekannter in der Göttinger Wirtschaftsszene ein: Frank Wiegelmann, Kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke AG, springt als Interimsgeschäftsührer ein – und wird sicher einiges zu tun haben.

Einen weiterer Wechsel wurde ebenfalls vollzogen: Der Göttinger Rechtsanwalt Sascha John ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender des GSO. John teilte am Sonntag auch die Personalie Halfar/Wiegelmann mit, nachdem bereits die Gerüchteküche in den vergangenen Tagen gebrodelt hatte.

Die Kündigung Halfars – offiziell aus persönlichen Gründen – trifft das GSO in einer, wie John sagt, „ohnehin durchaus kritischen Phase“ inmitten der Corona-Krise ohne Auftritte und der langjährigen Schließung der Heimspielstätte Stadthalle.

Gleichzeitig freue man sich im GSO-Umfeld, in Frank Wiegelmann einen erfahrenen, kompetenten und in Göttingen überaus angesehenen Manager als Interimsgeschäftsführer“ gewonnen zu haben. „Wir sind sehr froh darüber, dass er zugesagt hat.“ Man gehe davon aus, dass die Interimstätigkeit für den Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten notwendig sein könne.

Für Wiegelmann und John gilt es nun gemeinsam mit dem musikalischen Leiter, Nicholas Milton, die Gründe für den Geschäftsführerwechsel aufzuarbeiten. John ist davon überzeugt, dass die Probleme gelöst werden können. Dabei gehe es auch darum, „Verkrustungen zu lösen“, wie Sascha John auf Anfrage sagt. Er stellt aber auch klar, „Für den Neustart erwarte ich von allen volle Unterstützung für Aufsichtsrat und Geschäftsführung.“

Hervorzuheben in jedem Fall, dass sämtliche Gesellschafter und insbesondere die Stadt und der Landkreis Göttingen „ihre volle Unterstützung zur Sicherung des Fortbestandes des GSO zugesagt haben“. Eine Aussage, die aber auch zeigt: Es geht nach der Personalwechsel um viel – nämlich das Etablieren einer neuen, festen Struktur des national angesehenen Musikkörpers GSO, der sich künstlerisch unter Nicholas Milton durchaus weiterentwickelt hat.

Landrat Bernhard Reuter und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler jedenfalls hätten bereits die volle Unterstützung zugesichert.  tko

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