Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft

Gütesiegel für das Lungenkrebszentrum

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Gütesiegel von der Deutschen Krebsgesellschaft: Dr. Tobias Overbeck, Prof. Dr. Stefan Andreas , Prof. Dr. Friedrich Schöndube , Dr. Cordula Buck und Dr. Marc Hinterthaner (von links).

Göttingen. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Lungentumorzentrum Universität Göttingen zertifiziert.

Es ist das einziges Lungenkrebszentrum in rund 100 Kilometer und sichert die ganzheitliche Versorgung von Lungenkrebspatienten in Südniedersachsen und Nordhessen auf höchstem Standard, betont die Universitätsmedizin Göttingen.

In Deutschland gehört Lungenkrebs zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Jährlich erkranken etwa 33.000 Männer und 13.000 Frauen neu an Lungenkrebs, viele sterben daran. Dabei ist Lungenkrebs immer besser behandelbar.

Im Lungentumorzentrum Universität Göttingen arbeiten Spezialisten der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Lungenfachklinik Immenhausen eng und fächerübergreifend zusammen. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat dem Zentrum „höchste Standards“ in der medizinischen Behandlung und Pflege von Lungenkrebspatienten bestätigt. Zudem wurden die Strukturen und Ablaufprozesse über die Ländergrenzen von Niedersachsen und Nordhessen hinweg gewürdigt.

Das Zentrum versorgt pro Jahr mehr als 400 neu erkrankte Patienten und gehört damit zu den größeren Lungentumorzentren bundesweit, die von der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen werden.

Die Versorgung erfolgt interdisziplinär. Spezialisten arbeiten eng vernetzt zusammen, unter anderem aus der Thoraxchirurgie, Pneumologie, Medizinische Onkologie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie, Nuklearmedizin und Palliativmedizin, zudem aus dem Pflegedienst, dem Sozialdienst und der Psychoonkologie. Zum ganzheitlichen Konzept gehören Angebote zur Raucherentwöhnung, Ernährungsberatung sowie psychologische und seelsorgerische Hilfen. Mindestens einmal pro Woche finden sowohl in Göttingen wie in Immenhausen unter Beteiligung aller Disziplinen direkt vor Ort oder über Videokonferenz sogenannte „Tumorboards“ statt. Jeder einzelne Patientenfall wird gemeinsam besprochen, um jedem Patienten eine individuell abgestimmte Therapie anzubieten.

Alle Patientendaten werden zentral dokumentiert und sind jederzeit einsehbar. Damit bleibt es den Patienten bei ihren zahlreichen Arztbesuchen erspart, ihre Krankheitsgeschichte immer wieder neu erzählen zu müssen. (p)

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