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Top in Sachen Nachhaltigkeit: Gute Luft trägt Göttingen nach oben

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Von: Thomas Kopietz

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Göttingen aus der Vogelperspektive.
Viel Grün und Achsen für die Belüftung: Göttingen (hier der Blick aus der Luft von Süden nach Norden) punktet in Vergleichen mit anderen Großstädten mit dem Anteil der Grünflächen und der Luftqualität, so auch im jüngsten Ranking. © Stefan Rampfel

Göttingen ist in Norddeutschland Spitzenreiter in Sachen Nachhaltigkeit und bundesweit auf Platz 7. Die Uni-Stadt punktet mit hoher Luftqualität.

Göttingen – Gemessen an Verkehr, Luftqualität sowie dem überraschenderweise herangezogenen Kriterium Anzahl der vegetarischen und veganen Restaurants, ist Braunschweig die nachhaltigste Stadt Deutschlands. Göttingen liegt auf Platz 7 in Schlagdistanz zum Spitzenreiter und mit großem Punktabstand weit vor Kassel (Platz 48). Das schneidet wenig überraschend beim Faktor Verkehr richtig schlecht ab.

Die Uni-Stadt punktet vor allem mit der Luftqualität (92 von 100 möglichen Punkten) und Verkehr. Nur Durchschnitt ist die Stadt beim vegetarisch-veganen Angebot. Das alles sind Ergebnisse der Omio-Datenanalyse 2022 basieren auf repräsentativen Umfragen in 80 deutschen Großstädten.

Göttingen ist unter den Top 7 im bundesweiten Ranking für Nachhaltigkeit

Das Ergebnis zeigt auch: Norddeutsche Städte befinden sich in Sachen Nachhaltigkeit meist im Mittelfeld des Rankings. Die nachhaltigste Stadt in Norddeutschland ist Göttingen auf Platz 7. Hinter Braunschweig rangieren – nicht unerwartet – Heidelberg und Freiburg auf den Plätzen zwei und drei.

Schlusslichter sind die Ruhrgebietsmetropolen Oberhausen, Hagen und mit Abstand am Schluss Essen, wo sich vor allem eine schlechte Luftqualität massiv auswirkt. Das sind die Ranking-Plätze der weiteren Großstädte Niedersachsens: Wolfsburg (15), Hannover (16), Oldenburg (33), Hildesheim (40), Osnabrück (46).

Göttingen ist die nachhaltigste Großstadt in Norddeutschland

Das größte Interesse an einem nachhaltigen Lebensstil zeigen die Menschen laut der Umfrage in Bayern und Baden-Württemberg. Das spiegelt sich auch in den Antworten der Menschen auf die Frage, ob man sich für Nachhaltigkeit und umweltschonendes Reisen interessiere, was immerhin 9,4 Millionen der Deutschen tun. Am größten ist das Interesse in Würzburg. (87 Prozent der Befragten), Heidelberg (67) und Landau in der Pfalz (65).

Allerdings ist die Nachfrage nach Flugreisen in den südwestlichen Bundesländern sowie den Metropolen ausgeprägter als etwa im Norden und Osten Flüge und Kreuzfahrten sind etwa für die Hälfte der Deutschen keine nachhaltigen Transportmittel. 40 Prozent nannten Bus und Bahn als Alternativen. Jeder Zehnte meint, durch den Verzicht auf Flugreisen, also Reisen mit Bus und Bahn, am ehesten nachhaltig handeln zu können.

Kriterien für Nachhaltigkeit: Luftqualität, Verkehr, Lebensstil

Wichtig für die Deutschen ist die Mobilität: Insgesamt 28 Prozent der Befragten sehen hier für sich Verbesserungspotenzial im Alltag, etwa beim Umstieg vom Auto auf den ÖPNV und das Fahrrad (16 Prozent). Jeder zweite Deutsche beurteilt das eigene Verhalten im Alltag schon als eher nachhaltig, sieht aber noch Möglichkeiten, umweltbewusster zu handeln (53 Prozent).

Weitere 16 Prozent sagen, sie handelten eher weniger nachhaltig. 17 Prozent empfinden ihr Verhalten bereits als sehr nachhaltig. Und altersübergreifend ist rund neun Prozent der Befragten Nachhaltigkeit im Alltag egal – das sehen mehr Männer (12 Prozent) als Frauen (6 Prozent) so.

Das größte Potenzial, als Einzelner etwas für das Klima zu tun, sehen die Befragten der Studie beim Recycling und bei der Wiederverwertbarkeit von Produkten wie Kleidung. Weniger gut mögliche sei das bei Ernährung und Konsumverhalten. (Thomas Kopietz)

In Göttingen gibt es immer wieder Aktionen zum Thema Nachhaltigkeit. So haben dort Gymnasiasten eine App gegen Lebensmittelverschwendung entwickelt. Und das Göttinger Unternehmen Mahr will bis 2030 klimaneutral arbeiten.

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