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Gute Nachricht: In Göttingen bleiben die Eintrittspreise in den Freibädern stabil

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Von: Bernd Schlegel

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Hier fehlt noch das Wasser: Bis zum 25. Mai ist aber auch dieses Becken im Naturerlebnisbad Grone betriebsbereit. Ricardo Haas, bei der Göttinger Sport und Freizeit GmbH, für alle Bäder zuständig, freut sich auf den Saisonstart.
Hier fehlt noch das Wasser: Bis zum 25. Mai ist aber auch dieses Becken im Naturerlebnisbad Grone betriebsbereit. Ricardo Haas, bei der Göttinger Sport und Freizeit GmbH, für alle Bäder zuständig, freut sich auf den Saisonstart. © Bernd Schlegel

Die Temperaturen steigen und es wird langsam Sommer. Für alle Freibad-Besucher gibt es gute Neuigkeiten: Teurer wird der Eintritt nicht. Weil es in der Saisonvorbereitung Probleme gab, eröffnen die Freibäder erst am 25. Mai.

Göttingen – Vieles wird teurer: Das gilt nicht für den Badespaß in den drei Göttinger Freibädern. Weil es in der Saisonvorbereitung auch zu Corona-bedingten Engpässen beim Personal kam, wird die Saison in den beliebten Einrichtungen erst am Mittwoch, 25. Mai, eröffnet.

Insbesondere Familien dürfte eine Nachricht mit Blick auf die steigenden Lebenshaltungskosten freuen: Der Besuch im Freibad Brauweg sowie im Naturerlebnisbad Grone und im Parkbad Weende wird nicht einen Cent teurer.

Alle Preise bleiben gleich

Erwachsene zahlen wie schon in den Vorjahren 3,50 Euro. Die Last-Minute-Karte (ab 18.30 Uhr) ist für 2,50 Euro zu haben. Der ermäßigte Eintritt für Kinder bis 18 Jahre und Studenten kostet 2,20 Euro. Auch bei den Saison-Dauerkarten, die in den allen drei Einrichtungen gültig sind, bleibt es beim bekannten Niveau: Erwachsene zahlen 150 Euro, die ermäßigte Variante ist für 50 Euro zu haben.

Möglich wird diese Preisstabilität durch langfristige Lieferverträge für Energie und konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung, berichtet Ricardo Haas, der bei der Göttinger Sport und Freizeit GmbH für den Betrieb aller Bäder mit ihren 75 Mitarbeitern zuständig ist.

Nur mit Sonnenlicht wird in Grone und Weende geheizt

So werden die Becken im Naturerlebnisbad Grone und im Parkbad Weende nur mit Sonnenlicht beheizt. Beim Freibad Brauweg wird mit Abwärme aus den Blockheizkraftwerken, die nicht im Badeparadies Eiswiese benötigt wird, das Wasser der Becken auf angenehme 28 Grad Celsius erwärmt. In Weende und Grone müssen die Gäste am Anfang mit etwa 20 Grad Celsius vorlieb nehmen.

Solarthermie spart Gas

In Grone wird außerdem mit einer Solarthermie-Anlage warmes Wasser für die Duschen erzeugt. Dadurch benötigt das Bad nur noch wenige Kubikmeter Gas am Tag. Außerdem liefert eine Fotovoltaikanlage einen Gutteil der benötigten elektrischen Energie, um die Pumpen des Bades zu betreiben.

Das riesige Sonnensegel soll die ganz jungen Badegäste schützen. Deshalb wird es von Rigobert Köhler schon einmal aufgespannt.
Das riesige Sonnensegel soll die ganz jungen Badegäste schützen. Deshalb wird es von Rigobert Köhler schon einmal aufgespannt. © Bernd Schlegel

Übrigens: Probleme mit der Oben-ohne-Regelung, die mit Saisonbeginn samstags und sonntags auch in den drei Freibädern gilt, sieht Betriebsleiter Haas nicht. Man sei in der Eiswiese nicht von Oben-ohne-Gästen überrannt werden. Gleichzeitig weist er auf das bestehende weitgehende Fotografierverbot hin, das überwacht werde.

Große Schilffelder

Natürlich ärgern sich einige Badefans, dass nicht bereits schon Anfang Mai die Saison eröffnet wurde, aber viele Corona-Fälle bei den Mitarbeitern machten dies nicht möglich.

Ein weiterer Grund: Die beiden großen Schilffelder, die für die Wasserreinigung der Naturerlebnisbäder Grone und Weende sorgen, konnten erst später als erhofft vorbereitet werden. Hätte man die Halme zu früh heruntergeschnitten, so hätte das Schilf die Kälte in den Frühjahrsnächten möglicherweise nicht überlebt.

Wasserproben werden vor der Eröffnung noch mikrobiologisch untersucht

Bis zur offiziellen Eröffnung aller drei Bäder ist noch jede Menge zu tun: In allen Bädern müssen Wasserproben mikrobiologisch untersucht werden, denn bestimmte Keime sind einfach tabu. Im Freibad in Grone müssen noch ein Becken mit Wasser befüllt und die Folie eines Beckens geschweißt werden.

Rigobert Köhler, seit 2003 Leiter des Erlebnisbades Grone, hat einen Wunsch an alle Eltern: Sie sollten insbesondere ihre jüngeren Kinder immer im Auge haben, um mögliche Badeunfälle zu verhindern. Stolz ist er auf die positiven Bewertungen für sein Bad. Bei einem Ranking erreichte es im Jahr 2019 Platz eins, und bundesweit kam es auf Rang elf. (Bernd Schlegel)

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