Befragung durch Universität Göttingen

Göttinger Badeparadies bekommt gute Noten von Besuchern

Verbesserungspotenzial: Nach einer Untersuchung der Uni Göttingen könnten mehr Besucher als bisher das Badeparadies Eiswiese mit dem Bus erreichen. Im Bild die Haltestelle Eiswiese.
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Verbesserungspotenzial: Nach einer Untersuchung der Uni Göttingen könnten mehr Besucher als bisher das Badeparadies Eiswiese mit dem Bus erreichen. Im Bild die Haltestelle Eiswiese.

Göttingen. Fast alle Gäste sind mit dem Göttinger Badeparadies Eiswiese zufrieden. Das hat eine repräsentative Befragung des Geographischen Instituts der Universität Göttingen aus dem Jahr 2013 ergeben. Nur die Anreise-Möglichkeiten liefern Grund zur Kritik.

678 Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahren nahmen an der Befragung teil; 69 Prozent bewerteten das Badeparadies mit „Gut“ und 29 Prozent mit „Eher gut“. Entsprechend gering ist der Anteil der unzufriedenen Gäste.

Beim Anreiseverkehr sieht das Geographische Institut allerdings Verbesserungsmöglichkeiten. Mit etwa 20 Prozent an allen zurückgelegten Wegen hat der Freizeitverkehr in Göttingen einen hohen Anteil und nimmt zu. „Eine Daueraufgabe für die Stadt ist es darum, die Mobilitätsbedürfnisse in der Freizeit mit einer nachhaltigen Verkehrs- und Raumentwicklung in Einklang zu bringen. Dazu gehört das Vermeiden, Verlagern und Verbessern des Freizeitverkehrs“, sagt Dr. Tobias Behnen, der die Studie leitete.

Meist genutztes Verkehrsmittel für die Fahrt zum Badeparadies ist mit fast zwei Dritteln jedoch der Pkw. Ein Fünftel der Besucher reist mit dem Fahrrad an, mit dem Bus sind es knapp sechs Prozent. Besucher aus dem Landkreis Göttingen und den Nachbarlandkreisen kommen zu über 90 Prozent mit dem Auto. „Auch der Wert für Göttingen ist mit 52 Prozent vergleichsweise hoch, da die Göttinger ansonsten nur noch zu etwa einem Drittel ihre Wege mit dem Auto erledigen“, erklärt Dr. Behnen. Zwei Drittel der Besucher stammen aus Göttingen, von den Nachbarlandkreisen ist der Landkreis Northeim am häufigsten vertreten.

Aufgrund der Ergebnisse schlägt Dr. Behnen vor, das Stadt- und Regionalbusangebot deutlich aufzuwerten, um eine Verhaltensänderung bei der Anreise zu erreichen. Etwa ein Drittel der befragten Autofahrer gab an, dass sie dies zum Umsteigen bewegen könnte. Als vielversprechendste Idee sieht Dr. Behnen ein Bus-Schwimmbad-Kombiticket an: „Busnutzer könnten beim Fahrer einen kleinen Beleg erhalten, den sie dann sofort nach Ankunft an der Kasse der Eiswiese vorlegen und dort eine attraktive Ermäßigung erhalten.“

Die Idee, die Parkraumbewirtschaftung auch auf den gerade an Sonntagen immer wieder überlasteten Parkplatz der Eiswiese auszudehnen, wäre hingegen kontraproduktiv. Nur elf Prozent der bisherigen Pkw-Nutzer würden dann auf das Auto verzichten. Negative Effekte wären durch jene 20 Prozent der Besucher zu erwarten, die dann in den Wohnstraßen der Südstadt parken würden. (p)

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