Treffen am Jahnstadion

Gutenachtlauf in Göttingen: Bei Vollmond durch die Uni-Stadt

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Gemeinsames Rennen bei Vollmond: Der 44. Gutenachtlauf führt auch wieder durch Göttingen.

Göttingen. Laufen für den veganen Zweck: So in etwa lässt sich das Motto der Gutenachtläufe des Vereins „Laufen gegen Leiden“ zusammenfassen. Bereits zum 44. Mal wird diese Aktion am Mittwoch, 24. Oktober, um 20.30 Uhr stattfinden.

Göttingen ist eine von 70 Städten in fünf Ländern, in der sich Menschen zum gemeinsamen Laufen bei Vollmond versammeln. Treffpunkt am Mittwoch ist der Parkplatz des Jahnstadions.

Dieter Steinhauer aus Nürnberg, Vorstandsmitglied bei „Laufen gegen Leiden“, erklärt, worum es bei dem Rudellaufen im Mondlicht geht: „Es gibt viele Menschen, die abends gerne laufen, weil sie lange arbeiten müssen. Sie wollen aber nicht allein durch die Dunkelheit.“ Die Gutenachtläufe bieten die Gelegenheit, sich mit anderen Läufern zu treffen. In Rundkursen von fünf bis sieben Kilometern Länge laufen sie dann in an die Teilnehmer angepasster Geschwindigkeit.

Die Vollmondnächte bringen dabei mehrere Vorteile mit sich: Die Wochentage wechseln Monat für Monat, womit auch Menschen die Gelegenheit zum Mitmachen bekommen, die an einem bestimmten Tag der Woche verhindert sind. Zudem sei der Termin leicht zu merken und die Strecken durch den Vollmond erleuchtet, wie Steinhauer im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. „Und es ist einfach romantisch, bei Vollmond durch eine Stadt zu laufen“, so Steinhauer.

Mitmachen kann jeder, der sich in den Vollmondnächten um 20.30 Uhr am entsprechenden Treffpunkt einfindet. In Göttingen ist das der Parkplatz des Jahnstadions. Auf freiwilliger Basis bittet der Verein aber um kleine Spenden, die dem Tierschutz zugutekommen. Denn der Tierschutz steht bei „Laufen gegen Leiden“ im Vordergrund.

„Wir sind ein veganer Laufverein. Das Hauptziel des Vereins ist es, Spenden zu sammeln, die zu 100 Prozent an Tierschutz- oder Tierrechtsorganisationen weitergegeben werden“, erläutert Steinhauer. Auch die Mitgliedsbeiträge sowie Einnahmen aus T-Shirt-Verkäufen würden an diese Organisationen gespendet. In den 43 bisherigen Auflagen des Gutenachtlaufes wurden bereits mehr als 45 000 Euro gesammelt.

Entstanden ist die Idee „vor 44 Monden“, wie Steinhauer mit einem Augenzwinkern sagt. Im Frühjahr 2015 gab es die Premiere in zwölf deutschen Städten. Schon kurz darauf war Göttingen mit im Rennen.

Mit dem Zuspruch in der Uni-Stadt ist Steinhauer recht zufrieden: „Was die Teilnehmerzahlen betrifft, ist Göttingen im oberen Drittel.“ In allen Städten gibt es insgesamt etwa 500 Menschen, die jeden Monat mitmachen.

Der Gutenachtlauf ist mittlerweile auch im Ausland angekommen. Auch in Österreich, der Schweiz, Dänemark und Spanien – genauer gesagt auf Mallorca – gibt es Städte, die sich beteiligen.

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