CDU-Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler im Gespräch mit Anwohnern

Baufortschritt: Gutes Fundament für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen

Im Gespräch: Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (vorn rechts) diskutierte auf den Zietenterrassen mit Anwohnern der geplanten Flüchtlingsunterkunft. Foto: Schröter

Göttingen. Wie steht es um den Baufortschritt des Flüchtlingswohnheims auf den Göttinger Zietenterrassen und wie ist die Stimmung dort?

Um sich davon selbst ein Bild zu machen, traf sich der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler im Rahmen seiner Sommer-Tour zu einem lockeren Gespräch mit Anwohnern.

„Ich denke, wir haben hier ein gutes Fundament, wenn die Flüchtlinge kommen“, sagte Regine Pfeil, Sprecherin der AG „Runder Tisch Zieten“. Die Arbeitsgruppe, in der sich inzwischen rund 80 Frauen und Männer engagierten, wolle die künftigen Bewohner der im Bau befindlichen Flüchtlingsunterkunft an der Hannah-Vogt-Straße bei ihrer Integration unterstützen. „Wir wünschen uns ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis und werden alles dafür tun, dieses auch zu bekommen“, sagte Pfeil. Man wolle „aufeinander zugehen und nicht gegeneinander agieren“. Dafür brauche man aber auch die Hilfe der Politik. „Zum einen muss die Unterkunft so gestaltet werden, dass sie nicht allzu sehr wie ein Ghetto daherkommt, zum anderen brauchen wir finanzielle Unterstützung, um die vielen guten Ideen, die schon jetzt aus der Bevölkerung kommen, auch umsetzen zu können.“

„Da könnte ich mich jetzt natürlich einfach aus der Affäre ziehen und sagen, dass die Finanzen in diesem Fall Sache des Landes sind“, scherzte Fritz Güntzler. „Das mache ich aber natürlich nicht.“ Schließlich sei der Runde Tisch Zieten eine großartige Initiative, die vor allem deshalb unterstützt werden müsse, weil sie „ein ganz tolles Signal“ aussende. „Und deshalb muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass die Stimmung hier nicht kippt“, so der Abgeordnete.

Der Sorge der wenigen anwesenden Gegner der ab September bezugsfertigen Flüchtlingsunterkunft, die Stimmung der hoch motiviert ankommenden Menschen könnte durch allzu viel Bürokratie in Frust umschlagen, versuchte Güntzler zu entkräften. „In meiner Partei findet derzeit ein Umdenken statt“, betonte er und versprach, alle Anregungen mit nach Berlin zu nehmen und sich dort für eine angemessene Flüchtlingspolitik stark zu machen.“

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