Handy am Steuer: Göttinger Polizei kündigt Kontrollen an

Göttingen. Die Göttinger Polizei will in den kommenden Wochen gezielt gegen Fahrer vorgehen, die ihr Smartphone oder Handy am Steuer benutzen.

Hohes Risiko 

Die Nutzung des Mobiltelefons stellt aus Sicht der Polizei ein hohes Risiko dar. Dabei sind insbesondere junge Fahranfänger, durch das Bedürfnis permanent „online“ zu sein, besonders gefährdet. Und: Verkehrsunfälle haben laut Polizei meist nicht nur eine Ursache. Neben der Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr spielt auch die Geschwindigkeit eine große Rolle.

Blindflug über viele Meter 

Wird am Steuer das Handy genutzt, kann der Fahrer nicht auf die Strecke achten. Wer als Fahrzeugführer bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur eine Sekunde auf das Handy schaut, fährt fast 30 Meter im Blindflug. Bei 50 km/h sind es immerhin 14 Meter. Telefonieren erhöht das Unfallrisiko um das Fünffache und das Schreiben von Texten um das 23-fache, ähnlich wie bei einem Alkoholwert von 1,1 Promille, so die Polizei.

Klares Verbot 

Es ist laut Polizei untersagt, ein Mobil- oder Autotelefon zu nutzen, indem das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten wird. Dieses generelle Verbot gilt auch für Fahrradfahrer.

Bußgeld und Punkt 

Verstöße werden inzwischen empfindlich geahndet, denn ein Blick auf das Handy kann Leben kosten. Das Bußgeld für Autofahrer liegt bei 60 Euro. Hinzu kommt ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Telefonierenden Radfahrern droht ein Verwarngeld von 25 Euro. Und: Bereits acht Punkte führen zum Verlust des Führerscheins.

Versicherungsprobleme 

Zudem kann es Probleme mit der Versicherung geben: Wird ein Verkehrsunfall durch das Telefonieren während der Fahrt verursacht, so kann es Schwierigkeiten bei der Schadensregulierung geben.

Tipps der Beamten

Die Polizei hat Tipps zusammengestellt: 

• Keine Ablenkung am Steuer: Der Fahrer sollte sich auf die Verkehrssituation konzentrieren.

• Telefonate nur mit Freisprechanlage und nur im Notfall.

• Generell sollte das Bedienen von Geräten auf ein Minimum reduziert werden.

• Das Navigationsgerät sollte laut Polizei vor Fahrtbeginn programmiert werden.

Kontakt: Polizeiinspektion Göttingen, Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke, Tel. 05 51/491-2308.

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