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Händel-Festspiele in Göttingen: Oper „Giulio Cesare in Egitto“ war schon in den Niederlanden zu sehen

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Von: Bernd Schlegel

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Opulente Ausstattung und Bühnenbild: Bei der Oper „Giulio Cesare in Egitto“ profitieren die Göttinger Händel-Festspiele von einer Kooperation mit der Niederländischen Reiseoper.
Opulente Ausstattung und Bühnenbild: Bei der Oper „Giulio Cesare in Egitto“ profitieren die Göttinger Händel-Festspiele von einer Kooperation mit der Niederländischen Reiseoper. © Marco Borggreve/nh

Eine aufwendige Produktion muss nicht von einem einzigen Veranstalter gestemmt werden. Deshalb setzen die Göttinger Händel-Festspiele (12. bis 22.05.2022) auf Kooperation – insbesondere bei der Oper „Giulio Cesare in Egitto“. 

Göttingen - Einschließlich eines Public Screening und einer Familienfassung geht die Oper bei dem Festival achtmal über die Bühne, wie die Veranstalter mitteilten.

Festspieloper: Das zentrale Stück des Festivals, das unter dem Motto „Neue Horizonte“ steht, hat am Freitag, 13. Mai, im Deutschen Theater Premiere. Das Werk wurde vom neuen künstlerischen Leiter George Petrou, der auch die Regie übernommen hat, bereits zu Jahresbeginn von der Niederländischen Reiseoper aufgeführt. Dadurch werden die hohen Kosten auf mehr Schultern verteilt. Außerdem fällt die Inszenierung deutlich opulenter als üblich aus. In der Händel-Oper will Cleopatra ihren Anspruch auf den ägyptischen Thron realisieren und verführt dazu Caesar, ihr zu helfen. Mit Countertenor Yuriy Mynenko in der Rolle des Caesar und Sopranistin Sophie Junker als Cleopatra sind zwei Stars zu hören. Damit kehrt das Werk 100 Jahre nach der Wiederentdeckung durch Oskar Hagen nach Göttingen zurück.

Festspieloratorium: Das NDR Vokalensemble (früher NDR Chor) und Concerto Köln führen am Samstag, 14. Mai, in der St. Johannis-Kirche das Oratorium „Belshazzar“ unter der Leitung von Václav Luks auf. Dieses Werk wurde in der Geschichte der Festspiele nur 1959 und 2007 aufgeführt. Im Mittelpunkt steht die Geschichte um den babylonischen Regenten Belshazzar.

Eröffnungskonzert: Dabei sind am Donnerstag, 12. Mai, in der Aula der Universität die vier ersten Concerti grossi von Händel zu hören. Außerdem wird die Cantate „Aminta e Fillide“ aufgeführt. Das Festspielorchester dirigiert der künstlerische Intendant Petrou.

Galakonzert: Sopranistin Julia Lezhneva gehört zu den Superstars der internationalen Gesangsszene. Sie wird bei dem Konzert am Donnerstag, 19. Mai, in der St. Johannis-Kirche vom Festspiel-Orchester unter der Leitung von George Petrou begleitet und präsentiert dort Arien von Johann Adolph Hasse, Antonio Vivaldi und natürlich Händel.

Stiftungskonzert: Für Furore sorgt seit einiger Zeit das spanische Alte-Musik-Ensemble L’Apothéose. Das Quartett ist mit einem Händel-Tribute am Sonntag, 15. Mai, in der Aula der Universität zu Gast.

Händel goes Tinder: Auf eine Multimedia-Oper dürfen sich die Festspielbesucher am Samstag, 15. Mai, in der Aula am Waldweg in Göttingen freuen. Dabei begibt sich Dorinda, basierend auf der Figur der Schäferin aus Händels Oper „Orlando“, auf eine leidenschaftliche Suche nach der wahren Liebe.

Insgesamt sind mehr als 50 Veranstaltungen an 26 Spielorten angekündigt. Die Göttinger Händel-Festspiele gibt es seit 1920. Sie gelten als das weltweit älteste Barock-Festival. Wegen der Corona-Pandemie waren die Festspiele 2020 ausgefallen, im folgenden Jahr gab es lediglich ein abgespecktes Programm im September. Üblicherweise läuft das Festival zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.

Jochen Schäfsmeier, Geschäftsführender Intendant der Göttinger Händel-Festspiele
Jochen Schäfsmeier, Geschäftsführender Intendant der Göttinger Händel-Festspiele © Bernd Schlegel

Nach mehr als einer Dekade haben die Festspiele eine neue Leitung bekommen. Künstlerischer Leiter ist jetzt der griechische Dirigent und Pianist George Petrou. Er ist zugleich Regisseur und Dirigent der Oper „Giulio Cesare in Egitto“, die als eines der beliebtesten und bekanntesten Bühnenwerke Georg Friedrich Händels gilt. Als Geschäftsführender Intendant fungiert Jochen Schäfsmeier. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel, mit epd)

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