Anklage: Betrug mit gefälschten Münzen

Nicht vor Gericht erschienen: Haftbefehl gegen 21-jährigen Göttinger

Kassel. Ein 21-jähriger Mann aus Göttingen wird per Haftbefehl gesucht. Er erschien am Dienstag nicht zur Verhandlung vor dem Amtsgericht Kassel. Der Göttinger ist wegen des Verdachts auf Betrug angeklagt.

Der Beschuldigte soll im September 2016 in einem Kasseler Pfandleihhaus drei Krügerrand-Goldmünzen beliehen und dafür 2200 Euro Bargeld ausbezahlt bekommen haben. Dabei hat er laut Anklage die Ablichtung eines gefälschten Personalausweises vorgelegt. Die Münzen sollen nicht aus Gold gewesen sein.

Einen Monat später war der Mann von der Polizei festgenommen worden, als er in einem anderen Kasseler Leihhaus sieben vermeintliche Krügerrandmünzen zu Geld machen wollte. Der Angestellten waren Zweifel aufgekommen. Zum ersten Gerichtstermin am 30. November war der Beschuldigte nicht erschienen, weil er sich krank gemeldet hatte.

Gestern wartete das Gericht eine knappe halbe Stunde vergeblich auf ihn. Seine Verteidigerin sagte, sie habe versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Das sei aber nicht gelungen. Angeblich wohnt der Beschuldigte jetzt in Bad Salzungen.

Wie beim gestrigen Termin bekannt gegeben wurde, hatte er bereits die Verbüßung einer Jugendstrafe nicht angetreten. Neun Zeugen sollten am Dienstag eigentlich gehört werden.

Rubriklistenbild: © Pförtner/Archiv

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