20-Jähriger wegen Untreue verurteilt

Haftstrafe für ehemaligen AfD-Funktionär

Göttingen. Ein mehrfach vorbestrafter früherer Funktionär der Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat sich eine weitere Haftstrafe eingehandelt.

Das Amtsgericht Hameln verurteilte den ehemaligen Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes Göttingen / Osterode, der bereits seit März 2014 wegen diverser Betrugsdelikte in der Jugendanstalt Hameln einsitzt, zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und vier Monaten. Das Gericht befand den aus dem Raum Göttingen stammenden Angeklagten der Untreue in 16 Fällen, des gewerbsmäßigen Betruges in fünf Fällen sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis für schuldig.

Die Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Hannover geführt. In ihrer Anklage warf sie dem 20-Jährigen unter anderem vor, unberechtigt insgesamt 6000 Euro vom Konto des Göttinger AfD-Kreisverbandes abgehoben sowie diverse Internet-Betrügereien begangen zu haben. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag auf Anfrage mitteilte, ist das kürzlich verkündete Urteil noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft dagegen Berufung eingelegt hat.

Das Hamelner Gericht hatte eine Einheitsstrafe gebildet, in die auch das jüngste Urteil des Amtsgerichts Göttingen einbezogen ist. Dieses hatte den 20-Jährigen 2014 wegen diverser Betrügereien zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt und dabei ebenfalls frühere Verurteilungen einbezogen.

Der Ex-AfD-Funktionär hatte unter anderem Computer und Software im Wert von 3000 Euro bestellt und bei sich installieren lassen, aber nie bezahlt. Außerdem hatte er sich in Göttinger Geschäften mit gefälschten Dokumenten und auf Rechnung eines vermeintlichen Vereins Büromaterial, eine Kamera, ein Mobiltelefon und eine Signalpistole gekauft, ohne zu bezahlen. (pid)

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