Gymnasiasten hoffen auf aufschlussreiche Messdaten

Hainberg-Schüler lassen Wetterballon bis in die Stratosphäre steigen 

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Rund zwei Meter Durchmesser: Vom Schulhof ließen die Hainberg-Schüler den Wetterballon bis in die Stratosphäre aufsteigen. 

Einen Wetterballon samt selbst programmierter Messtechnik haben Schüler des Göttinger Hainberg-Gymnasiums am Freitagmorgen bis in eine Höhe von 36 Kilometern lassen. 

Die Astronomie-Schülergruppe erhofft sich von dem Projekt unter anderem den UV-Wert, CO2-Wert, Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Luftschichten bis in einer Höhe von 36 Kilometern über Göttingen ermitteln zu können. 

Außerdem können mit einer Kamera Fotos von der Erdkrümmung erstellt werden.

„Ungefähr drei Stunden wird der Ballon in der Luft bleiben“, sagte der am Projekt beteiligte Schüler Marvin Bruns (15). Über die aktuellen Wetterdaten hätten sie ermitteln können, dass der Sensor nach seinem Aufstieg etwa im Raum Salzgitter wieder Bodenkontakt haben würde.

Monate der Vorbereitung waren für das Projekt notwendig

„Bereits im Winter haben wir damit angefangen, Sponsoren für das Projekt zu suchen. Im Februar haben dann die Planung und der Bau begonnen“, erklärte Physiklehrer Matthias Deters. Dabei hätten die Schüler sehr viel selbstständiges Engagement investiert. 

Zügig stieg der Wetterballon samt Messsensoren in den Himmel auf.

Dass im Vorfeld einiges an Recherche notwendig war, berichteten am Freitagvormittag auch die Schüler. „Neben den technischen Voraussetzungen mussten wir uns auch über die Versicherung informieren und eine Fluggenehmigung für den Luftraum über Göttingen einholen“, sagte Philippe Kröher (15). 

Durch die Messungen soll deutlich werden, wie die Atmosphäre und Stratosphäre wie eine „Sonnenbrille“ vor UV-Strahlung schützen und welchen Einfluss der Mensch auf beide ausübt. Das Finden der Messgeräte erleichtert ein GPS-Sender, aber für den Notfall sind auch eine Telefonnummer und eine Adresse hinterlegt.

Sensoren werden später zur Wetterstation umfunktioniert

Da die Astronomie-AG mit professionellen Bauteilen arbeiten, werden die Sensoren nach Abschluss des Experiments für eine dauerhafte Wetterstation am Gebäude des Hainberg-Gymnasiums mit Anzeige auf der Schul-Homepage angebracht und für Langzeitmessungen genutzt.

Später sollen die Sensoren als Wetterstation dienen. 

Gefördert wurde das Projekt unter anderem vom Wirtschaftsverbund Measurement Valley. Daraus fungieren die Firmen Accurion, Adolf Thies, Lambrecht Meteo (alle Göttingen), Ottobock (Duderstadt) sowie VisiCon Automatisierungstechnik aus der Gemeinde Gleichen als Sponsoren.

Bereits im Vorfeld hatten die Hainberg-Schüler ihr Projekt vorgestellt

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