Restaurierung durch Steinmetz

Hainbund-Denkmal in Göttingen: Nur noch der Sockel ist da

Hainbund-Denkmal in der Göttinger Oststadt. Das Denkmal das in eine Kurve der Herzberger Landstraße steht, ist abmontiert worden und wird restauriert.
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Hainbund-Denkmal in der Göttinger Oststadt. Das Denkmal das in eine Kurve der Herzberger Landstraße steht, ist abmontiert worden und wird restauriert.

Das Hainbund-Denkmal steht normalerweise in einer Kurve im östlichen Bereich der Herzberger Landstraße. Doch es ist weg – jedenfalls teilweise. Der obere Teil wurde abmontiert und abtransportiert.

Göttingen – Der zwei Tonnen schwere, sich nach oben verjüngender Steinquader aus dem Jahr 1872 muss restauriert werden, denn er soll zu einem Jubiläum wieder fein daherkommen.

Denn 2022 jährt sich das Aufstellen und die Einweihung des Göttinger Hainbund-Denkmals zum 150. Mal.

Jetzt wird es über die Wintermonate bei einem Steinmetz aufwendig restauriert. Danach soll es im Frühjahr wieder auf den Sockel montiert werden. Die Restaurierung des wird von der AKB Stiftung finanziell großzügig unterstützt.

Der Göttinger Hainbund wurde am 12. September 1772 von Johann Heinrich Voß, Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Johann Martin Miller, Gottlieb Dieterich von Miller, Johann Friedrich Hahn und Johann Thomas Ludwig Wehrs in Göttingen gegründet. Sie hatten sich teils durch ihre Beiträge zur literarischen Zeitschrift „Göttinger Musenalmanach“ kennen gelernt, die 1770 von Heinrich Christian Boie begründet wurde. Spätestens ab 1772 war der Musenalmanach dann das Sprachrohr des Hainbundes. Die Bezeichnung „Hainbund“ geht auf Friedrich Gottlieb Klopstocks Ode „Der Hügel und der Hain“ zurück.

Zur Erinnerung an die Gründung des Göttinger Hainbundes 1772 errichtete die Stadt 100nJahre später das Denkmal an der Herzberger Landstraße. An den beiden Seiten sind die Namen der Mitglieder des Dichterbundes eingemeißelt. Auf der Vorderseite des Denkmals steht: „Dem Göttinger Dichterbunde am hundertjährigen Gedächtnistag gewidmet von der Stadt Göttingen. 12.9.1872“.

Der ursprüngliche Treffpunkt der Dichter war aber nicht an der oberen Herzberger Landstraße, sondern in einem Eichenhain oberhalb des Weendespring. Sie kamen auf Anregung von Heinrich Johann Voß zusammen, um sich ewige Freundschaft zu schwören. (Thomas Kopietz)

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