Zehn Prozent Zuwachs

Handwerk in Südniedersachsen meldet mehr Ausbildungsplätze

Ein Elektroniker bei der Arbeit.
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Ein Elektroniker bei der Arbeit. (Symbolbild)

Das südniedersächsische Handwerk meldet zehn Prozent mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr. Grund dafür ist die gute Konjunkturentwicklung, wie die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen berichtet.

Hildesheim/Hannover – Im Kreis Northeim wurden sogar 15 Prozent mehr Ausbildende als Ende 2020 registriert.

Die Kammer zog zum Jahresende Bilanz über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse. Und diesbezüglich sieht es gut aus in der Region: In den Landkreisen Göttingen (plus 7 Prozent), Hildesheim (plus 11 Prozent), Holzminden (plus 6 Prozent) und Northeim ( 15 Prozent) wurden zum Stichtag 22. Dezember insgesamt zehn Prozent mehr und insgesamt 1405 neue Lehrverhältnisse in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer eingetragen.

Im Dezember des Vorjahres 2020 hatten sich 1279 junge Menschen für eine Lehre im Handwerk entschieden.

„Die Zahlen machen Mut“, sagt Simon Kreipe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Sie zeigen, dass das Handwerk mit seinen rund 130 Berufen auch in unsicheren Zeiten gute berufliche Perspektiven bietet.“

Simon Kreipe warb gleichzeitig um die Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Jahr die Schule verlassen. Sie und deren Eltern könnten „sind diese Zahlen ein guter Anlass, um mit Blick auf das kommende Ausbildungsjahr auch über eine Lehre in einem Handwerksberuf nachzudenken“, so Kreipe, der die höheren Zahlen auch im Zusammenhang mit der positiven konjunkturellen Entwicklung im Handwerk: „Gerade im Bau- und Ausbauhandwerk sowie in vielen anderen Gewerken hat sich die Konjunktur im Jahresverlauf deutlich erholt, sodass wir davon ausgehen, dass sich dieser positive Trend auch im neuen Jahr fortsetzen wird.“

Einen Schub könnte auch die Wohnungsbauoffensive des Bundes sein. Mit Blick auf dieses politische Ziel dürften die Bauinvestitionen weiter zulegen – insbesondere im Wohnungsbau und im Bereich der energetischen Sanierung. Ohne das Handwerk und seine gut ausgebildeten Mitarbeiter werde Deutschland seine ehrgeizigen Klimaziele nicht erreichen können. Daher heißt es für Kreipe: „mitmachen, anstatt nur darüber zu reden“. Er rät auch den Ausbildern und Auszubildenden schon jetzt an den Ausbildungsplatz 2022 zu denken.

Die Ausbildungsplatzvermittler des Programms „Passgenaue Besetzung“ helfen dabei weiter: Susanne Bartels, Bianca Haupt und Ole Trojak, matching@hwk-hildesheim.de, Tel. 0176/13 61 24 15. (Thomas Kopietz)

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