Belastung in Göttingen gemessen

Handy-Sender: An einigen Punkten strahlt es mehr

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Meist geringe Belastung durch Mobilfunkstrahlung: Lediglich an zwei Punkten im Süden der Stadt Göttingen wurde höhere Werte gemessen, die aber noch unter den Grenzwerten liegen.

Göttingen. Fast jeder benutzt heute ein Handy oder Smartphone. Die Folge: Es ist immer mehr Strahlung in der Luft. Ein Professor hat die Belastung in Göttingen gemessen.

Ergebnis der Untersuchung von Prof. Dr.-Ing. Matthias Hampe: In den meisten Stadtteilen ist die Belastung gering bis mittel. Lediglich an einigen Punkten gibt es höhere Werte, die allerdings lange nicht die Grenzwerte erreichen.

Hier die beiden Bereiche mit etwas höherer Belastung (rote Einfärbung):

• Kreuzung Am Steinsgraben/Merkelstraße/Von-Ossietzky-Straße

• Teilabschnitt der Straße Am Kalten Born im Süden Göttingens.

Leicht erhöhte Werte gibt es unter anderem auch in Teilbereichen folgender Straßen: Großen Breite in Weende, Otto-Brenner-Straße und Industriestraße im Industriegebiet Grone, Greitweg, Annastraße sowie Kreuzung Kasseler Landstraße/Siekhöhenallee. Für die Untersuchung wurden weite Teile der Stadt abgefahren.

Messwagen: Mit diesem Auto wurden die Strahlenwerte ermittelt. Foto: nh

Auch in Göttingen gibt es über die Stadt verteilt zahlreiche Mobilfunkmasten, die für den Betrieb von Handys und Smartphonesnotwendig sind. Laut Bundesnetzagentur und der Betreiber besteht dadurch keine Gesundheitsgefahr, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Professor Hampe, der an der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel arbeitet, nahm die Strahlenbelastungen in vielen Städten Deutschlands genau unter die Lupe.

Im Sommer hat der Wissenschaftler dazu in einer siebenstündigen Aktion viele Göttinger Straßen mitdem Spezialfahrzeug abgefahren. Auf dem Dach des Autos ist eine Spezialantenne installiert.

Die notwendige Technik hat Hampe zusammen mit einem Studenten entwickelt. Im Kofferraum des Kleinwagens laufen die Messwerte zusammen und werden nach den Fahrten ausgewertet. (bsc) www.feldkarte.de

Prof. Hampe: Belastung eher gering

Prof. Matthias Hampe von der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel befasst sich mit der Belastung durch Funkstrahlung. Wir haben mit dem 38-Jährigen gesprochen.

Wie beurteilen Sie die Strahlenbelastung in Göttingen?

Matthias Hampe: Im Vergleich zu anderen Städten ist die Belastung eher gering. Aber im Bereich von Funksendern gibt es höhere Werte. Alle Werte in Göttingen waren unter dem Grenzwert. Ich möchte Transparenz darüber schaffen, wo es Strahlung gibt.

Was kann man selbst tun, um die Strahlenbelastung zu verringern?

Hampe: Wer weniger Funkwellen abbekommen möchte, kann die Nutzung von Mobilfunk, drahtlosem Internet (W-LAN) und schnurlosen Telefonen einschränken. Sinnvoll kann es sein, das Handy nicht neben dem Bett liegen zu lassen.

Sind die Grenzwerte der Bundesnetzagentur ausreichend?

Hampe: Das kann ich nicht sagen. Ich messe lediglich, ob die Werte eingehalten werden. Es laufen aktuell viele Untersuchungen, ob die Grenzwerte zu hoch sind.

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