100 Fotos sind eingegangen

Hanf-Aktion der Grünen Jugend Göttingen: Polizei verzichtet auf Tests

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Hanf-Pflanzen am Straßenrand in Göttingen: Auch in diesem Jahr waren Samen ausgestreut worden.   

Göttingen. 100 Fotos von Hanf-Pflanzen aus dem Göttinger Stadtgebiet sind bei der Grünen Jugend eingegangen. Doch die Polizei verzichtet auf Drogentests bei den Pflanzen.

Der Grund: Alle Pflanzen waren ohne Blüten. Damit ist der Gehalt am berauschenden Stoff THC sehr gering, so die Göttinger Polizei. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Götttingen wurde deshalb von einer weiteren Untersuchung durch das Landeskriminalamt abgesehen. Die Pflanzen, die von den Beamten abgeerntet wurden, sind nun vernichtet. Bei der Aktion wurden im Bereich Robert-Koch-Straße 15 Pflanzen, im Bereich der Schillerwiesen 6,2 Kilogramm Pflanzenmaterial einschließlich Wurzeln sowie im Bereich Sandweg 20 Pflanzen von der Polizei aus dem Boden entfernt.

Wie in jedem Jahr leitete die Polizei aber ein Sammel-Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. „Autonome Blumenkinder“ hatten die Samen für die Hanf-Pflanzen im Frühjahr im Göttinger Stadtgebiet verteilt.

Modellprojekt als Forderung

Unterdessen zeigt sich die Grüne Jugend mit ihrer Aktion hochzufrieden und fordert gleichzeitig ein Modellprojekt zur Legalisierung von Cannabis. Göttingen ist aus Sicht der Nachwuchsorganisation als Universitäts-Stadt bestens geeignet, die „Rahmenbedingungen für ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur Cannabis-Abgabe“ zu schaffen. „Hier ist auch die Stadt Göttingen gefordert, eine entsprechende Initiative nach dem Vorbild von Düsseldorf und Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg zu starten“, heißt es in einer Mitteilung.

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