Ministerpräsident zeigt sich von seiner liebenswürdigen Seite

Splitter aus Hannover: Von guterzogenen Politikern und bienenfreundlichen Bauern

Peter Mlodoch
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Unser Korrespondent in Hannover: Peter Mlodoch

Unser Korrespondent in Hannover, Peter Mlodoch, hat wieder genau hingeschaut und -gehört.

Hannover - Das Ergebnis: Die Splitter der Woche aus der Landeshaupstadt

Splitter aus Hannover: Spahn vor Lies

Was hat die Polizei Bremen mit dem Niedersächsischen Landtag zu tun? Nicht das, was einem spontan einfallen könnte. Denn es geht nicht um Festnahmen verdächtiger Abgeordneter, auch nicht um Razzien in bestimmten Fraktionen. Dafür wären dann auch eher die Ordnungshüter in Niedersachsen zuständig. Die Antwort fällt deutlich weniger spektakulär aus: Der neue Auftritt des Parlaments im Sozialnetzwerk Facebook führt die Polizei der Hansestadt als „ähnliche Seite“ auf, gleich nach der des Bundesgesundheitsministeriums von Ressortchef Jens Spahn (CDU). Das echte Landeskind Olaf Lies (SPD), seines Zeichens hiesiger Umweltminister, folgt erst auf Platz fünf ...

Splitter aus Hannover: Gruß an Grascha

Lob vom politischen Gegner ist immer etwas Feines. Zum Abschluss der Visite von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Einbecker Kaffeerösterei gab es natürlich ein Abschiedsfoto. Stammbesucherin Marlies Grascha stellte sich spontan in die Reihe und zückte ihr Handy. SPD-Kommunalpolitiker Peter Traupe stellte die Dame als Mutter des Landtagabgeordneten Christian Grascha vor. Der Regierungschef ließ sich von dieser Art Warnung vor der Oppositions-Verwandtschaft aber nicht irritieren – im Gegenteil: „Christian ist ein netter Kerl. Er hatte eine gute Erziehung“, rief Weil der Mutter zu. „Grüßen Sie ihn bitte.“

Splitter aus Hannover: Freiwillig Grün

Auf die Farbe Grün haben die Grünen keinen Alleinvertretungsanspruch. „Echt Grün – Eure Landwirte“, heißt das Motto der 2015 von drei niedersächsischen Kreis-Landvolk-Verbänden gestarteten Initiative. Es soll ein bewusstes Zeichen gegen den damaligen grünen Agrarminister Christian Meyer sein, der in der Branche als „Bauern-Schreck“ verschrien war. Das ist längst Geschichte, seit zweieinhalb Jahren verantwortet Barbara Otte-Kinast von der CDU das Landwirtschaftsressort. Doch „Echt-Grün“ wächst: 15 regionale Landvolkverbände machen mittlerweile mit und unterstützen die Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“. Mehr Artenschutz funktioniere auch als freiwillige Selbstverpflichtung, so die Botschaft – diesmal gerichtet an die rot-schwarze Landesregierung. (Von Peter Mlodoch)

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