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Harzwerke geben Entwarnung: Keine Trinkwassernot in diesem Jahr

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Von: Thomas Kopietz

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Sieht drastischer aus, als die Lage tatsächlich ist: Die Harzwasserwerke melden für die sechs großen Trinkwasserspeicher-Talsperren im Westharz ausreichende Füllstände, trotz Trockenheit und Hitze.
Sieht drastischer aus, als die Lage tatsächlich ist: Die Harzwasserwerke melden für die sechs großen Trinkwasserspeicher-Talsperren im Westharz ausreichende Füllstände, trotz Trockenheit und Hitze. ©  Swen Pförtner/dpa

Die Harzwasserwerke geben Entwarnung: Die Trinkwasserversorgung für das laufende Jahr ist gesichert. Auch für 2023 gibt es keine Probleme.

Göttingen/Hildesheim – Auf Regen warteten Menschen in vielen Regionen Niedersachsens in den vergangenen Tagen meist vergebens. Auch in Süden Niedersachsens und im Harz bei Göttingen gab es kaum Niederschlag und somit wenig Wassernachschub für die Talsperren. Die Trinkwasserversorgung über diese Speicher ist aber nicht gefährdet. Im Gegenteil: Die Harzwasserwerke melden, dass die Versorgung für 2023 sicher ist.

Die Trinkwassertalsperren im Harz sind trotz der trockenen Verhältnisse weiter ordentlich gefüllt. Am Mittwoch lag ihr Füllstand bei rund 66 Prozent, wie ein Sprecher der Harzwasserwerke mitteilte. Die Trinkwasserversorgung für das laufende Jahr sei damit gesichert.

Mitte Juli betrug der durchschnittliche Füllstand der Talsperren im Westharz 74 Prozent. „Das sind normale Füllstände für diese Zeit im Sommer“, sagte Harzwasserwerke-Sprecher Norman Droste seinerzeit. Was für Außenstehende angesichts der regenarmen Wochen und heißen Tage zuletzt erstaunlich klingen mag, erklärte Droste wie folgt: Massive Regenmengen und zwei kleinere Hochwasser im Februar haben die Stauseen der Harzwasserwerke gefüllt.

Die Oberharzer Talsperren versorgen weiter Teile Niedersachsens – wie den Raum Göttingen – und Bremens mit Trinkwasser. Zudem werden sie in der Region zum Hochwasserschutz sowie zur Regulierung der Wasserstände in Flüssen genutzt.

Die Talsperren zehren also aktuell noch von starken Regenfällen im Winter. Zudem sei aufgrund der Erfahrungen der vergangenen, ebenfalls trockenen Jahre früh Wasser in die Trinkwassertalsperren umgeleitet worden. Dennoch liegt ihr Füllstand unter dem langjährigen Mittel von 73 Prozent. Im Harz verzeichneten die Wetterstationen demnach seit März zum Teil unterdurchschnittliche Niederschläge. „Das Defizit des fehlenden Regens wird dadurch weiter ausgebaut“, so der Wasserwerke-Sprecher.

Die Talsperren würden zudem Wasser an Flüsse unterhalb der Staumauern abgeben, damit diese nicht austrocknen. Teilweise stamme 50 bis 90 Prozent des Flusswassers aus den Stauseen.

Auf diese Füllungsgrade kamen die sechs großen Talsperren im Westharz am Donnerstagmorgen: Innerstetalsperre (44,01 Prozent), Okertalsperre (41,91), Granetalsperre (72,74) und Eckertalsperre (68,15) sowie Sösetalsperre (50,67) und Odertalsperre (48,08). Der größte Trinkwasserspeicher im Ostharz, die Rappbodetalsperre, ist ebenfalls gut gefüllt.

Aktuelle Daten der Talsperren der Harzwasserwerke gibt es hier. (Thomas Kopietz, mit dpa)

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