Hausbesitzer gegen Zwangsvermietung zur Unterbringung von Flüchtlingen

+
Wohnblock in Göttingen: Die Haus- und Grundbesitzer wehren sich gegen die Beschlagnahmung leerer Wohnungen. 

Göttingen. Göttingens Haus- und Grundbesitzer wenden sich entschieden gegen Überlegungen, frei stehende Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zu beschlagnahmen.

Ein entsprechender Antrag, den die Piratenpartei in der aktuellen Sitzung des Göttinger Stadtrats einbringen wollte, gehe „deutlich in die falsche Richtung“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende der Haus- und Grundbesitzer, Dr. Dieter Hildebrandt. Statt Drohungen und Ängste zu verbreiten, sollten Stadt, Landkreis und Vermieter zusammen arbeiten, um das Problem zu lösen: „Wir appellieren dringend an den Rat der Stadt, das Grundrecht auf Eigentum seiner Bürger nicht einzuschränken, dann dafür besteht derzeit kein Grund“.

Kommunen seien verpflichtet, sämtliche anderen geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten zu prüfen, bevor derart gravierende Eingriffe in die Bürgerrechte erfolgen. Im Landkreis sei Wohnraum vorhanden. Wenn die Rahmenbedingungen stimmten, seien Eigentümer sicher gern bereit, diesen an die Stadt zu vermieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.