Projekt läuft weiter

Haushaltswaren Tode verteilt Pakete an Azubis: Grillfleisch als Dank für die „Citylogistik“

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Markus Reich, Inhaber des Haushaltswarengschäfts Carl Tode, überreicht als Dankeschön für seine Teilnahme am Citylog istik-Projekt einem Auszubildenden der Spedition Zufall ein großes Grillfleischpaket.

Göttingen – Mit dem Auszubildendenprojekt „Citylogistik“ hat die Göttinger Spedition Zufall zahlreiche Geschäftsinhabern der Universitätsstadt während der Zeit des Corona-Lockdowns unterstützt. 

Am Montag bedankte sich Markus Reich, Inhaber des Haushaltwarengeschäfts Carl Tode, mit großzügigen Geschenken bei den Auszubildenden.

„Sie haben uns geholfen, in dieser schweren Zeit den Betrieb aufrecht zu erhalten“, sagte Reich, nachdem er jedem einzelnen der elf Projektteilnehmer ein großes Paket mit Grillfleisch überreicht hatte. Die Spedition Zufall hatte „Citylogistik“ zu Beginn der Corona-Krise ins Leben gerufen, um Pakete von Geschäftsinhabern, die nur noch durch Lieferservice aktiv sein konnten, kostenlos zum Kunden zu transportieren.

„Die Pakete wurden abends an einen von drei Sammelpunkten in der Stadt gebracht, wo unsere Auszubildenden mit Elektrofahrzeugen warteten“, sagte Zufall-Sprecher Florian Grewe. Am nächsten Tag seien die Pakete dann auch von den Azubis ausgeliefert worden.

„Täglich wurden so zwischen 80 und 100 Pakete zugestellt, die für Kunden aus dem Stadtgebiet bestimmt waren“, so Grewe.

Schon lange vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte es bei Zufall Überlegungen gegeben, ein regionales Logistikangebot speziell für Göttinger Geschäftsleute auf die Beine zu stellen. „Die Krise hat dann alles beschleunigt und wir haben das als gute Möglichkeit einer schnellen Soforthilfe gesehen“, sagte Florian Grewe. Weil der eigentlich zeitlich bis zum 30. April begrenzte Service so gut angenommen wurde (rund 15 Geschäfte beteiligten sich während des „Lockdowns“ daran), werde man ihn auch künftig anbieten.

„Das Citylogistikangebot ist ab sofort zwar kostenpflichtig, um es aufrecht erhalten zu können, der Preis für ein Packstück bis zwei Kilogramm liegt aber immer noch unter dem der Branchenriesen“, so Grewe.

„Mich hat vor allem die Umsetzung dieses Projektes fasziniert“, lobte Markus Reich die anwesenden Teilnehmer. „Wir haben keinerlei Beschwerden von unseren Kunden bekommen, kein einziges Paket war zerdrückt oder beschädigt“, sagte er.

Sein Dank ging aber nicht nur an die Spedition Zufall, sondern auch an die Börner-Eisenacher GmbH, die ihm mehrere Wochen lang einen Raum als Verkaufs- und Umtauschsstelle für Kohlensäure-Kartuschen zur Verfügung gestellt hatte.

Neben der Citylogistik, die über die Corona-Krise hinaus die Zusammenarbeit mit Göttinger Einzelhändlern und Geschäftsleuten intensivieren soll, ist bei der Spedition Zufall ein weiteres Projekt in der Endphase: das regionale eCommerce-Portal.

„Mit Wiederholdt in der Prinzenstraße, der Buchhandlung Hertel, dem Drachenladen und Cichon Wein und Delikatessen haben wir erste Pilotkunden auf den regionalen Marktplatz aufgeschaltet und die Testphase hat begonnen“, sagt Projektleiter Detlef Hofmann.

Ziel sei es, potenziellen Kunden ein Shopping-Erlebnis am Computer zu bieten, bei dem sie einen virtuellen Spaziergang durch die Göttinger Innenstadt machen und dann bei den teilnehmenden Geschäften „hineinschauen“ können.

„Die Aufschaltung weiterer Pilotkunden ist in Göttingen ebenso in Vorbereitung wie die Aufschaltung von Händlern in den Regionen Kassel und Fulda sowie im Lahn-Dill-Kreis“, sagt Hofmann. Interessenten sind aufgerufen, sich mit ihm unter Tel. 0551/60 71 42 oder per Email (detlef.hofmann@zufall.de) Kontakt aufzunehmen.

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