„Blue Flash“ macht die Pandemie zu schaffen

HAWK-Hochschulprojekt: Elektro-Renner soll in Spanien starten

Elektro-Rennfahrzeug „E_HAWK20“.
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Die Jungfernfahrt des „E_HAWK20“, dem Elektro-Rennfahrzeug der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, fand in Zwickau statt.

Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) wollen in diesem Jahr unbedingt ihren neuen Elektro-Rennwagen bei Wettbewerben an den Start bringen. Doch der Mannschaft macht die Pandemie zu schaffen.

Göttingen – Schon seit gut einem Jahr ist klar: „Die Zellen, aus denen wir am Ende unseren Akku zusammenbauen, bestellen wir direkt beim Hersteller in China – und da hatten sich die Lieferzeiten immer weiter verlängert“, sagt Jonas Antonczyk. Er ist mittlerweile einer der Teamleiter beim HAWK-Hochschulprojekt „Blue Flash“, das an der Formula Student teilnimmt und für die nationalen und internationalen Konstruktionswettbewerbe jährlich ein- Rennfahrzeug mit Elektroantrieb baut.

Eigentlich sollte im vergangenen Jahr der neu entwickelt „E_HAWK20“ starten, doch am Ende wurden die Rennen abgesagt. Dabei war das neue Fahrzeug rechtzeitig fertig geworden. Dafür mussten viele Stunden bei Videokonferenzen im Homeoffice die Zusammentreffen in der Konstruktionswerkstatt in den Räumen der Fakultät Ingenieurwissenschaft und Gesundheit auf den Zietenterrassen ersetzen.

Das Projekt gelang unter anderem, weil bestellte Teile der Sponsoren und Unterstützer trotz aller Probleme pünktlich ankamen. Außerdem wurde die Arbeitsweise verändert. Die Mitglieder des Teams arbeiteten in kleinen Gruppen und in kurzen Intervallen an dem Vorhaben.

Bei einem Treffen mit befreundeten Formula-Student-Teams konnten die Göttinger im September beim „Zwickau meets friends“ in Sachsen erstmals ihr Fahrzeug testen. Und weitere Verbesserungen sind in Planung: Es soll ein verbessertes Ergonomiekonzept geben, damit auch größere Fahrer die Rennfahrzeuge steuern können. Teamleiter Antonczyk: „So etwas hatten wir noch nicht, weil es auch einen höheren finanziellen Aufwand darstellt, aber so etwas können wir nun in Angriff nehmen.“

Die nächsten offiziellen Wettbewerbe sind in diesem Jahr geplant, einen Platz beim Rennen in Spanien haben die Göttinger schon sicher, so Antonczyk. Dort können sie mit ihrem bereits fertiggestellten „E_HAWK20“ teilnehmen.

Für die Formula Student Germany am Hockenheimring wollen sich die jungen Tüftler ebenfalls noch qualifizieren. Da die Konkurrenz durch die Krise nur schwer einzuschätzen ist, kann man die Chancen dafür jedoch schlecht einschätzen. Antonczyk ist aber optimistisch. (Bernd Schlegel)

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