Heinkel-Freunde: Roller-Legenden vorm Rathaus

Schmuckstücke am Gänselliesel: Das Treffen der Göttinger Heinkel-Freunde vor dem Alten Rathaus stieß auf ein großes Publikumsinteresse. Foto: Schröter

Göttingen. Motorroller von Heinkel gehörten zu den beliebtesten der Nachkriegszeit. Dass sie von ihrer Faszination bis heute nichts eingebüßt haben, zeigte am Sonntag das große Publikumsinteresse beim Treffen der Göttinger Heinkel-Freunde vor dem Alten Rathaus.

„Da wird man so richtig wehmütig“, meinte Ute Rieper, als sie sich zusammen mit ihrem Mann die zwölf Motorroller und die beiden Kabinenroller anschaute, die da in Reih und Glied aufgestellt in der Mittagssonne blitzten. „So einen habe ich als junge Frau auch gefahren“, sagte die Göttingerin. „Das waren schöne und unbeschwerte Zeiten.“ Erst als die Kinder kamen, hat sie den Roller gegen ein Auto eingetauscht. „Mein Heinkel stand danach aber noch ganz lange in der Garage.“

„Mit solchen Treffen wollen wir uns und unsere Maschinen ins Gedächtnis der Leute zurückrufen“, sagte Heinkel-Freunde-Mitglied Axel Wiegmann aus Stockhausen. Sein Kabinenroller zählte am Sonntag zu den am meisten beachteten Schmuckstücken. 1958 gebaut bot der zehn PS starke und 90 Stundenkilometer schnelle „Kabine 154“ Platz für zwei Personen. „Damals fuhr man damit sogar in den Urlaub“, erzählt Wiegmann. Er selbst fahre seinen Heinkel, den er erst vor fünf Jahren von einem Vereinskameraden gekauft hat, nur bei schönem Wetter sowie hin und wieder zur Arbeit. „Auf die Autobahn würde ich mich damit kaum noch trauen“, gibt Wiegmann zu. Bei der Größe der heutigen Laster würde man es da zu sehr mit der Angst zu tun kriegen.

Heinkel-Roller lockten Schaulustige an

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