Start und Landung in Rosdorf

Heißluft-Luftschiff: Seltenes Flugobjekt über Göttingen

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Zog viele Blicke auf sich: Am Freitag kreiste über Göttingen ein Heißluft-Luftschiff. Start und Landung war in Rosdorf.

Ein besonderes Flugobjekt zog am Freitagabend die Blicke der Göttinger auf sich. Gut eine Stunde drehte ein sogenanntes Heißluft-Luftschiff über der Universitätsstadt seine Runden.

Das Luftschiff eines bekannten deutschen Sport- und Freizeitbekleidungsherstellers ist 41 Meter lang, hat ein Volumen von 3000 Kubikmetern, und eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und wiegt nur 900 Kilogramm. Angetrieben wird es von einem Zweitakt-Benzinmotor mit lediglich 65 PS. Im Unterschied zu einem Heißluftballon ist ein Heißluft-Luftschiff steuerbar.

Um 19.51 Uhr landete Pilot David Hasenclever (42) „Charly“ wieder sicher auf dem Sportplatz in Rosdorf. Dort war er auch gestartet. Der Name Charly ist angelehnt an den bekannten Affen der Firma Trigema aus der Werbung, der den gleichen Namen trägt. Die genaue Bezeichnung des Flugobjektes klingt ein wenig komplizierter: Gefa-Flug AS-105GD.

Die Kabine des Luftschiffes bietet eigentlich Platz für vier Personen, aber beim Flug am Freitagabend waren die hinteren beiden Passagierplätze durch zwei weitere große Propangas-Flaschen besetzt, die den Brenner versorgen. Über zwei Seile im Cockpit wird das riesige Seitenruder gesteuert.

Der Rumpf des Heißluft-Luftschiffes besteht aus 2800 Quadratmeter Nylongewebe. Drei Millionen Liter kalte Luft werden beim Aufbauvorgang in den Rumpf gepumpt und mit einem Doppel-Propangas-Brenner auf 100 Grad erhitzt. Das dauert nur rund zwanzig Minuten. Noch schneller geht der Abbau. Transportiert wird das Luftschiff in einem Anhänger hinter einem VW-Bus. Im Mai 2016 hob das Luftschiff übrigens zum ersten Mal ab – in Berlin. Seitdem ist es nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland zu sehen und dient so als ungewöhnlicher Werbeträger. Am Samstag und Sonntag sind Flüge über Koblenz und Aachen geplant.  ysr

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