„Helden wie wir“ im Jungen Theater: Mit der S-Bahn wäre es schneller gewesen

Helden wie wir: In dieser unterhaltsamen Geschichtsstunde und Inszenierung des Jungen Theaters schlüpft Stefan Roll in zwei ganz unterschiedliche Rollen. Foto: Dorothea Heise/JT/nh

Göttingen. In dem Ein-Personen-Stück „Helden wie wir“, das am Jungen Theater Göttingen Premiere hatte, beschreibt Schauspieler Steffen Roll eindrucksvoll und fesselnd eine Flucht aus der DDR.

Der Weg führte von Ost-Berlin über Prag zurück nach Ost-Berlin, von dort dann wiederum über Göttingen, Gießen und Frankfurt am Main nach West-Berlin. Dieser Umweg dauerte mehrere Monate und wäre mit der S-Bahn in 20 Minuten zu schaffen gewesen. Die zweite Rolle, in die er in dem etwa 50-minütigen Stück im Jungen Theater in Göttingen immer wieder schlüpft, ist die des Stasi-Offiziers Klaus Uhltzscht, der wiederum seine Sicht der Wende schildert.

Die Inszenierung von Nico Dietrich, der auch Intendant des Jungen Theaters ist, kommt mit wenigen Requisiten aus und fokussiert voll auf Schauspieler Steffen Roll.

Weitere Vorstellungen: 

9. und 14.11., jeweils um 20 Uhr.

Eine lebendige Geschichtsstunde, die auch in verschiedenen Schulen während des Unterrichts aufgeführt wird. Gerade für jüngere Zuschauer bietet das Stück die Chance, sich angesichts des Mauerfalls vor 25 Jahren mit der jungen deutschen Geschichte auseinander zu setzen. Das Stück beruht auf dem Roman von Thomas Brussig und ist ein echter Geheimtipp für alle, die eine unterhaltsame Geschichtsstunde erleben wollen. Dabei kommt das Stück mit einfachsten Mitteln aus, damit es auch in Klassenzimmern noch wirkt, und auf der Theaterbühne sowieso. (bsc)

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