Helten und Brühl: zeitlos-schöne, haltbare Möbel gegen den Trend

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50 Jahre Helten Einrichtungen in Göttingen: Firmengründer Fritz Helten (rechts), Sohn und Geschäftsführer Torsten Helten (Mitte) sowie Referent und Lieferant Roland Meyer-Brühl.

Göttingen/Rosdorf. Die Firma Brühl hat in der Möbel-Branche einen klangvollen Namen – und sie ist ein zuverlässiger Partner des Göttinger Unternehmens Helten Einrichtungen, das 2016 seit 50 Jahren besteht.

Zur Jubiläumsveranstaltung kam Roland Meyer-Brühl, Geschäftsführer der Firma Brühl, und hielt ein Referat unter dem Thema „Nachhaltigkeit“.

Brühl produziert mit 180 Mitarbeitern im oberfränkischen Bad Steben Sitzmöbel nach einem strengen Prinzip: Man verwende das hochwertigste Material, das am Markt angeboten wird, betonte Meyer-Brühl. Eine Fließband-Produktion, wie in anderen Möbelfirmen gibt es nicht. So erledigt eine Näherin alle Näharbeiten für einen bestellten Auftrag.

Damit würden den Mitarbeitern Erfolgserlebnisse am Produkt verschafft. Und: Die Herstellung geschehe in einer konzentrierten Arbeitsatmosphäre – ohne Hektik. So entstehen bei Brühl hochwertige, langlebige Möbelstücke – und das in Zeiten eines Marktes, da die Verweildauer von Konsumgütern beim Käufer zehn Jahre beträgt.

Die Firma Brühl strebt – entgegen dem Trend – an, dass die Kunden ihre Möbel länger als zehn Jahre in der Wohnung stehen haben. Man wolle nicht für die Müllhalde produzierten, sagte Roland Meyer-Brühl. Nachhaltiges Produzieren sei natürlich geprägt von einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen.

Wie sieht das bei Brühl aus? 1996 hat das Unternehmen beschlossen, die Textilbezüge der hergestellten Sofas und Sessel abzieh- und ersetzbar zu verarbeiten, auch, weil die Möbelstücke generell ja eine lange Haltbarkeit hatten.

Brühl setzte und setzt also auf eine lange Haltbarkeit und deshalb auf eine Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden sowie ein zeitloses Design der Produkte. Eine Strategie, die auch Fritz und Torsten Helten in Göttingen verfolgen. Fritz Helten hat das Unternehmen am 10. Oktober 1966 in der Nikolaistraße unter „Heim und Mode“ eröffnet. Seit 15 Jahren leitet Sohn Torsten die Firma als Geschäftsführer, eine familiäre Beständigkeit, die ein langfristiges Planen und Handeln gewährleiste – in einer vorwiegend an kurzfristigen Gewinnen orientierten Geschäftswelt, so Fritz Helten.

Aus den 30 Quadratmetern in der Innenstadt sind heute 1500 im Industriegebiet an der A 7 geworden. Helten stattet nicht nur private Wohnungen, sondern ganze Betriebe aus, von der Anwaltskanzlei bis zum Verlag und Kliniken in der Region. Das Unternehmen beschäftigt 14 Mitarbeiter. Übrigens: Helten heißt nun, weil des Titel besser passt, „Einrichtungen“. Das „Design Depot“ ist Vergangenheit.

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