Herzrhythmusstörungen: Forschungspreis für Göttinger Mediziner

Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Foto: UMG/nh

Göttingen. Der renommierter Becht-Forschungspreis der Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF) geht an einen Kardiologen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Prämiert wurden wichtige Forschungen auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen.

Der mit 15.000 Euro dotierte August Wilhelm und Lieselotte Becht-Forschungspreis 2016 wurde jüngst an Priv.-Doz. Dr. Karl Toischer, Oberarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG verliehen.

Ausgezeichnet wurde Toischer für seine Arbeit über den Kalziumhaushalt des Herzens. In dieser Arbeit befasst er sich mit den Ursachen von Herzschwäche, die in Verbindung mit gefährlichen Herzrhythmusstörungen stehen können.

Im Mittelpunkt des prämierten Forschungsprojektes steht eine Störung der für die Kontraktion des Herzmuskels wichtigen Kalziumversorgung. „Kalzium ist im Herzen von zentraler Bedeutung, da es die Kontraktion kontrolliert, aber auch einen Einfluss auf die elektrischen Ströme im Herzen und somit auf Rhythmusstörungen hat“, erläutert Toischer. Im Verlauf einer Herzschwäche kommt es zu Veränderungen der Kalziumströme.

Dieses sogenannte SR-Leck und seine Folgen werden in der Forschung schon seit Langem diskutiert. Seine Bedeutung für den Verlauf der Herzschwäche und das Auftreten gefährlicher Rhythmusstörungen ist bislang jedoch nicht geklärt.

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