Zahl der Plätze ist beschränkt

Heute Auftakt für Groner Mordprozess am Landgericht Göttingen

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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier beginnt am Mittwoch der Mordprozess.

Normalerweise wird ein Prozess um ein aufsehenerregendes Verbrechen von einem großen Medienaufgebot begleitet. Beim am Mittwoch beginnenden Prozess ist das anders.

  • Am Mittwoch beginnt ein Mordprozess in Göttingen.
  • Es geht um ein Verbrechen im September vergangenen Jahres.
  • Der 52-jährige Frank N. wegen zweifachen Mordes sowie zweifacher gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Bei dem Mordprozess, der am heutigen Mittwoch vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Göttingen beginnt, ist dies anders.

Mordprozess in Göttingen: Schutzvorkehrungen bei Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise hat das Gericht besondere Schutzvorkehrungen getroffen. Nur fünf Medienvertreter sind zu dem Prozess um den Doppelmord im Göttinger Stadtteil Grone zugelassen, für das übrige Publikum stehen weitere zehn Sitzplätze zur Verfügung.

Mordprozess in Göttingen: Verhandlung im größten Saal

Der Prozess findet im größten Verhandlungssaal des Landgerichts statt. Um zum Schutz vor Infektionen den empfohlenen Sicherheitsabstand von zwei Metern gewährleisten zu können, haben Justizbedienstete entsprechende Vorkehrungen getroffen. Im Zuschauerbereich sieht es wie auf einer Baustelle aus, überall sind rot-weiße Flatterbänder angebracht. In der mittleren Sitzreihe wurden sämtliche Stühle mit dem Absperrband abgeklebt, dort darf niemand Platz nehmen. In der vorderen und hinteren Sitzreihe ist nur jeder dritte Stuhl benutzbar, die übrigen Sitzplätze sind ebenfalls abgeklebt. Die Zuschauerplätze wurden zudem so angeordnet, dass die einzelnen Besucher versetzt und nicht direkt voreinander sitzen.

Mordprozess in Göttingen: Mehr Abstände

Auch bei den Plätzen für die Medienvertreter wurden entsprechende Abstände geschaffen. Wie der Mindestabstand zwischen den Prozessbeteiligten eingehalten werden soll, war am Vortag noch nicht erkennbar. Sollten alle Beteiligten zum Prozessauftakt erscheinen, wären mehr als 20 Personen im Sitzungssaal. Neben den fünf Mitgliedern der Schwurgerichtskammer wären dies ein Protokollführer beziehungsweise eine Protokollführerin, ein Vertreter der Staatsanwaltschaft, zwei Sachverständige, vier Anwälte, die von ihnen vertretenen sechs Nebenkläger, der Angeklagte, seine beiden Verteidiger sowie mindestens zwei Wachtmeister.

Mordprozess in Göttingen: Anklagepunkte

In dem Prozess muss sich der 52-jährige Frank N. wegen zweifachen Mordes sowie zweifacher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte soll im September 2019 auf offener Straße zunächst seine frühere Lebensgefährtin mit einer brennbaren Flüssigkeit bespritzt und sie anschließend in Brand gesetzt haben. Als sie zu fliehen versuchte, soll er massiv mit einem Messer auf sie eingestochen habe.

Die 44-Jährige verstarb noch am Tatort. Der Angeklagte soll ferner eine 57 Jahre alte Frau, die ihrer Kollegin zu Hilfe kommen wollte, durch Messerstiche so schwer verletzt haben, dass sie am folgenden Tag im Göttinger Uni-Klinikum verstarb. Der 52-Jährige soll außerdem zwei weiteren herbeigeeilten Helfern in den Oberarm und in die Hand gestochen haben, um sie von einem Einschreiten abzuhalten.

VON HEIDI NIEMANN

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