Für bessere Integration von Flüchtlingskindern

Thema im Stadtrat heute: CDU/FDP wollen Hauptschulen in Göttingen fortführen

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Nicht wegwischen: In Göttingen sollen die Hauptschulen verschwinden, Schüler in Gesamtschulen gehen. Die CDU/FDP-Gruppe verweist auf die Bedeutung der beiden Hauptschulen – vor allem für die Beschulung von Flüchtlingskindern.

Göttingen. Wenn es nach dem Willen der CDU/FDP-Gruppe im Göttinger Rat der Stadt gehen würde, dann blieben die beiden Göttinger Hauptschulen bestehen. Die Gruppe beantragt den Fortbestand, weil dort Flüchtlingskinder besser integriert werden könnten.

Denn die Flüchtlingskinder kommen nach Ansicht der CDU/FDP mit extrem unterschiedlichen schulischen Hintergründen nach Deutschland und werden dort auch im Göttinger Schulsystem mit Gymnasien und Gesamtschulen integriert. Und die hätten laut CDU/FDP Probleme mit der Integration. Die Hauptschulen als mögliche Entlastung aber seien nicht vorhanden.

In Hauptschulen könnten mit erfahrenen Lehrern und in kleinen Klassen ein erfolgreiches Lernen, auch der deutschen Sprache, und somit auch eine gute Integration ermöglicht werden, begründet Dr. Thomas Häntsch den Antrag für die Ratssitzung am Freitag.

Auch pädagogisch sei die Integration der Flüchtlinge in den Gymnasien und Gesamtschulen oftmals problematisch, denn die Kinder sind unterschiedlich alt, haben zum Teil Fremdsprachenkenntnisse, zum Teil aber auch überhaupt keine und wären zum Teil in Hauptschulklassen besser aufgehoben. An den Gymnasien kämen sie aber schon bald in Regelklassen, auch mit mangelnden Deutsch- und Fremdsprachenfähigkeiten.

In der Heinrich-Heine-Schule in Grone seien zurzeit zwei Klassen für die Zielgruppe Flüchtlingskinder vorhanden. Auch die Käthe-Kollwitz-Schule in Geismar böte die räumlichen und personellen Möglichkeiten für eine Beschulung.

„Die Wiedereinrichtung der Klassen 5 und 6 an diesen beiden Schulen bietet sich deshalb an“, sagt Thomas Häntsch. „Es wäre sträflich, die vorhandenen pädagogischen und räumlichen Möglichkeiten nicht zu nutzen, zumal Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr zeigen, dass die weiterführenden Schulen auch schon rein räumlich nicht in der Lage sind, weitere Klassen unterzubringen.“

Die Schließung der Hauptschulen in Göttingen sei nach Ansicht der CDU/FDP-Gruppe „vorschnell von Rot-Grün“ beschlossen worden.

Der Rat der Stadt Göttingen tagt heute ab 16 Uhr im Ratssaal des neuen Rathauses öffentlich.

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