Göttingen: Schülerlabor XLab wieder geöffnet

Hier geht Experimentieren mit Abstand am besten

Paulina-Marie (18) im XLAB-Chemielabor beschriftet eine Probe für einen Versuch zu organischen Reaktionsmechanismen.
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Paulina-Marie (18) im XLAB-Chemielabor beschriftet eine Probe für einen Versuch zu organischen Reaktionsmechanismen.

Auch die Pipetten, Petrischalen und Pneumatischen Wannen des Göttinger Schülerlabors XLab mussten sich coronabedingt gedulden. Nun werden sie aber wieder gebraucht, angefasst und gedrückt fast wie in alten Zeiten.

Göttingen – Es wird wieder experimentiert in den Chemie-Laboren des XLab. Gut, dass für Laborgeräte keine Abstands- und Kontaktschränkungen gelten, denn die zwei Schülerinnen aus der 11. Klasse des Hainberg-Gymnasiums (HG) sowie die vier Zwölftklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG), die hier nun wieder naturwissenschftlich forschen, benötigen naturgemäß das ein oder andere dieser kleinen Helferlein.

Göttingen: Inhaltlich handelt es sich um regulären Unterrichtsstoff

Für die Teenager ist es schon der zweite oder dritte Termin im XLab, die Handhabung von Bürette, pH-Meter und Leitfähigkeitsmessgerät gehen deshalb vergleichsweise rasch von der Hand.

Das hilft bei der fraktionierenden Destillation von Rohöl und dem Cracken von Petroleum, womit sich Annika und Ena beschäftigen. Alina, Tim, Paulina-Marie und Maurice experimentieren währenddessen zu organischen Reaktionsmechanismen. Inhaltlich handelt es sich bei den Versuchen um regulären Unterrichtsstoff der jeweiligen Klassenstufe, der aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Schuljahr zu kurz gekommen ist und zumeist auch nur theoretisch behandelt werden konnte.

Nachwuchs-Wissenschaftler in Göttingen können sich mit Experimenten beschäftigen

Auf Vermittlung von Lehrern und unter Anleitung der XLab-Dozentinnen Dr. Barbara Ritter, Dr. Birgit Drabent und Dr. Erhard Irmer können sich die Nachwuchs-Wissenschaftler mit Experimenten beschäftigen, von denen sie sonst nur die Reaktionsgleichungen zu sehen bekommen hätten.

Lernen mit Abstand: Annika (vorn links) und Ena werten zusammen mit der Dozentin Versuche aus.

Paulina-Marie (18) hat die praktische Beschäftigung mit der Chemie gefehlt. Sie freue sich, „nach der langen Coronazeit wieder einmal experimentieren zu können“. Tim (18) findet es gut, „dass man hier den Stoff nochmal nacharbeiten und vertiefen kann“. Und Alina (18) kann mit den Versuchen viel anschaulicher lernen und sich die Sachen dann besser merken, sagt sie.

Experimentieren an außerschulischen Lernorten in Göttingen ist wieder erlaubt

Möglich ist das Experimentieren im XLab seit das Kultusministerium den Besuch außerschulischer Lernorte wieder erlaubt hat. Im ganzen Haus herrschen strenge Hygiene-Regeln, maximal vier Schülerinnen halten sich zeitgleich in einem Labor auf, wie das XLab in einer Pressemitteilung betont. „Das ist schon eine seltene und intensive Erfahrung, man muss sehr selbständig arbeiten“, findet eine Teilnehmerin.

„Es ist uns ein Anliegen, die Schülerinnen und Schüler in der Pandemie-Situation besonders zu unterstützen“, erklärt Professor Thomas Waitz, Wissenschaftlicher Direktor am XLab. „Wer jetzt etwas für seine naturwissenschaftliche Bildung tun will, ist uns herzlich willkommen.“  

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