70 Stände

Hilfe bei der Berufswahl: Messe für Bewerber mit Handicap war ein Erfolg

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An einem der zahlreichen Stände der Göttinger Werkstätten stellten Karin Grögor (rechts) und Markus Röbbeke (Mitte) von der „Prüfergruppe für leichte Sprache“ ihre Arbeit vor.

Göttingen. Ein Erfolg wurde die erste Zukunfts-Messe für Menschen mit Behinderung, die am Samstag hunderte von Besuchern in die Göttinger Werkstätten lockte.

Organisiert worden war die Messe von einem Bündnis aus 13 Institutionen, darunter die Bundesagentur für Arbeit, mehrere Schulen, Stadt und Landkreis Göttingen sowie die ausrichtenden Göttinger Werkstätten.

Auf rund 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gab es ein buntes Rahmenprogramm mit diversen Vorträgen und an den Ständen präsentierten sich rund 50 Aussteller – vom Jobcenter über diverse Beratungsstellen und die Georg-August-Universität bis zur „myworx“-Fahrradwerkstatt und dem Integrationsfachdienst der AWO GmbH. 

Menschen mit Behinderung hatten dort die Möglichkeit, Informationen zu ihren beruflichen Perspektiven und professionelle Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Berufspläne zu erhalten. Im Vordergrund stand dabei das Recht auf ein selbst bestimmtes Berufsleben mit dem Ziel, eine langfristige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

Bereitschaft zur Inklusion

„Wir sind auf dem Weg zu einem inklusiven Gemeinwesen – als Stadt, als Landkreis und hoffentlich auch als Republik“, betonte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, der die Messe zusammen mit Landrat Bernhard Reuter eröffnete. Wichtig dabei sei die Bereitschaft der Menschen und der Arbeitgeber, sich auf Inklusion einzulassen.

 „Noch gibt es zu viele Vorurteile und Vorbehalte“, so Köhler. Die Zukunftsmesse sei da „genau der richtige Schritt in die richtige Richtung“. 70 Stände bei der ersten Messe dieser Art seien ein „hervorragendes Ergebnis“, auf dem sich ohne Zweifel aufbauen lasse. Köhlers Dank ging an die verschiedenen Partner, „die diese beeindruckende Veranstaltung auf die Beine gestellt haben.“

Auch Landrat Reuter war voll des Lobes: „Mit dieser Messe kommen wir einen Schritt weiter“, sagte er. Schließlich bedürfe es für einen erfolgreichen Inklusionsprozess nach wie vor guter Ideen und Initiativen. „Und die Zukunftsmesse ist ein perfektes Beispiel dafür.“

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